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Sonntag, 7. Mai 2017

Bei mir piept's wieder

....,seit Dienstag nach Ostern. Diesmal ist es eine Mischung aus Dresdener, Hampshire und Welsumern.
Vor 2 Jahren produzierte mein schöner, toller, teurer, von der Geflügelmesse in Leipzig mitgebrachter wildfarbener  Dresdener Hahn nur heiße Luft, statt Küken in die Eier.
Ich war so gefrustet, auch ob des Zeitverlustes , dass ich mir kurzerhand Bruteier von New Hampshire- Hühnern bestellte und diese im Automaten ausbrüten ließ.
New Hampshire hatte ich ganz am Anfang, unkomplizierte, ruhige Hühner und potente Hähne. Aber, es gibt sie nur braun und selten in weiß. Was mir wiederum ein bisschen zu eintönig ist.
Außerdem finde ich an den Dresdenern den länger gestreckten Körper und den Rosenkamm schöner. Bei ihm können im Winter keine Zacken abfrieren, einfach weil keine da sind.
Also ließ ich von den neuen New Hampshire neben den Hühnern auch einen Hahn. Er machte seine Sache vergangenes Jahr gut. Jetzt hatte ich reine New Hampshire, Dresdener aus den Jahren davor und Dresdener/Hampshire-Mischlinge.
Zusätzlich, auch weil ich mal was neues ausprobieren wollte, besorgte ich mir Bruteier von orangefarbigen Welsumern. Sie sind hübsch in der Zeichnung und sollen tolle Eierleger sein. Sind sie auch, nur das sie nebenbei bisschen hektisch und nervös sind. Das ganze Gegenteil meiner ruhigen Dresdener.
Im vergangenen Jahr pflückten wir die heranwachsenden Welsumer mehrere Abende aus den Bäumen und trugen sie in den Stall, weil sie statt des Stalles lieber das Aufbaumen vorzogen. (Kein Mensch, keine Glucke und ich schon gar nicht, hatte ihnen gesagt, dass es ihre Vorfahren in wildesten Vorzeiten so machten. Soviel zu kleinem Hühnerhirn)

Also wieder ganz schwer nachgedacht und ....tööörööö.... ich spiele  Göttin und kreuze die Rassen.
Von den 2016 geschlüpften Hähnen liess ich den nettesten und fast schönsten leben. Einen Mischling aus Dresdener und New Hampshire. Somit hatte ich dieses Jahr dann eine ganz bunte Bruteiermischung aus Welsumer mit Dresdener/Hampshire  und Dresdener mit Dresdener/Hampshire und Hampshire mit Dresdener/Hampshire und Dresdener/Hampshire mit Dresdener/Hampshire. Alles klar?!Mir nicht mehr;)



So sah das ganze kurz vorm Schlüpfen aus. Die dunkleren Eier sind von den Welsumer-Hennen, die mittelbraunen von den Hampshire und die hellbraunen von den Dresdenern/Hampshire bzw. den alten Dresdener Hühnern.

 Und so ein Tag nach dem Schlüpfen
 11 Tage alt, die Federn wachsen
 Hier sieht man schön, wie unterschiedlich sie in den Farben sind. Ich bin gespannt, wie sie aussehen, wenn sie groß sind. Die mit dem braunen Rücken haben Welsumerblut in sich, bei den schwarzen, waren Dresdner Hennen die Mütter. Bei den hellen ist es unklar, ich habe auch eine weiße Dresdener Henne dabei. Schaun wir mal .
Jetzt sind sie knapp 4 Wochen alt, wachsen und gedeihen
 und werden zunehmend neugieriger.

Montag, 3. Oktober 2016

Hühner 2.0

Nachdem beim vorhergehenden Post eine Fehlermeldung nach der anderen von blogger kam und ich schon Panik schob, das alles im Nirwana verschwunden sei, jetzt die 2. Hühnergeschichte.
Nach 8 Jahren Hühnerhaltung lernt frau ja dazu. Vieles würde ich immer noch so machen. Einiges anders.
Mit normal großen Hühnern, also die, deren Eier Pingpongballgröße übersteigen und nicht bündig im Eierbecher verschwinden, ist ein gepflegter Garten nicht möglich. Die Hühnerfüsse sind einfach zu groß, die Augen zu scharf. Hühner sind Feinschmecker und am Leckersten sind immer(!) die teuersten Stauden und die Würmer, Käfer, Larven unter diesen noch viel, viel leckerer. Mit anderen Worten, ab einer bestimmten Größe Huhn fliegen Stauden wurzelkopfüber durch den Garten, werden zerpickt oder freigescharrt. Dies kann wiederum mein Gärtnerinnenauge nicht sehen und deshalb ist es gut, das wir uns den Garten nicht teilen müssen.

Irgendwann kam ich auf die Idee, dass ja einige Auserwählte meiner Hühner mir im abgeernteten Gemüsegarten partiell bei der Unkrautbeseitigung helfen könnten.
Also dachte ich wieder nach und mir fiel eine Art mobiler Dreiecksstall ein, den ich in England gesehen hatte. Ich recherchierte ein wenig weiter und stieß auf einen Stall, der meinen Massvorgaben genau entsprach. Einen boughton chicken coop.
Also Bausatz geordert, zusammengebaut, in den Gemüsegarten getragen, zwei Hennen (ein Huhn allein wäre nicht artgerecht) hineingesetzt.... davorgesetzt, Hennen beguckt, merde, englische Hühner scheinen kleiner zu sein... Hennen zu groß, Stall für meine Hennen zu klein,...also Hennen wieder zurück in den eigentlichen Hühnergarten....selber Unkraut zupfen bzw. Boden umgraben, Zeit nachzudenken.
Das war dann der Zeitpunkt, an dem ich mir die Zwergseidenhuhneier bestellte und von meinem Brutautomaten ausbrüten liess. Die Seidis passen in den Dreiecksstall ohne sich die Federn kaputt zu stossen und dank ihrer befederten Füsse scharren sie auch nicht ganz so viel.Knuffig anzuschauen sind sie obendrein. Die Eier sind dafür verschwindend klein und viel Fleisch ist auch nicht an ihnen. Also insgesamt mehr was für's Herze, als für den Topf.

Aber was ich eigentlich die ganze Zeit erzählen möchte, ist, wenn man sich Hühner im Garten halten will, mit Eiern und so, geht es nur über eine Voliere. Vorzugsweise einer, mit einer breiten Tür, durch die eine Schubkarre zum gelegentlichen Erdaustausch passt. Einem Dach, welches ein wenig schräg ist, damit Schnee herunterrutschen kann und gleichzeitig ein XXL Sandbad bietet, sowie einem winddichten, aber luftigem Stallabteil mit herausnehmbaren Sitzstangen.
Das A und O an der Hühnerhaltung ist die Vermeidung durch Parasiten, wie Wurm- und Milbenbefall und der Schutz vor Füchsen, Katzen, Madern und Raubvögeln.
Es ist frustran und nervenzerfetzend, wenn man dies nicht bedacht hat. Der Rest findet sich von allein.

Fazit: Ich mache es jetzt so, dass die großen (leckeren) Hühner im Hühnergarten bleiben und dort nach Herzenslust rumscharren können. Ihre Küken bleiben bei mir vorn im Kükenstall bis sie groß genug sind, um nicht mehr Obengenannten zum Opfer fallen.
Die Seidis ziehen in der Zwischenzeit in den Dreiecksstall und wandern mit diesem von Stelle zu Stelle im Garten. Es hat den Vorteil, dass die noch kleineren Zwergseidenküken auch gleich vor Katzen und Raubvögeln geschützt sind. Nachts gehen sie unter das abgeteilte, sichere Dach schlafen.

Wenn die Hampshire, Dresdener und Welsumer Küken groß genug sind, dies ist meist Ende Juni soweit, setzte ich sie zu den großen Hühner in den Hühnergarten.
Die Seidis ziehen vom Dreiecksstall wieder in den Kükenstall und können sich tagsüber frei im Garten bewegen. Die Stauden sind zu dieser Zeit so groß geworden, dass Zwergseidenhuhnfüsse ihnen nicht mehr viel antun können.

Neu gepflanzte Sträucher, Gemüsebeete und gemulchte Stellen decke oder stecke ich mit Sechseckgeflecht ab, damit sie nicht alles breitscharren. Dies machen sie nämlich leidenschaftlich gern, am liebsten breit und weit und danach sieht es nicht aus wie schön, sondern eher wie Sau....

Aber Spaß machen Hühner trotzdem, gerade wenn der kleine Zwergseidenhahn sich für den größten Hahn aller Zeit und den Garten samt Gefolge für sein Königreich hält.
Träum weiter, Heinz, du Hahn;-)
Zwergseidenhühner,
mittig der "große" Heinz, links der "kleine" Heinz
dahinter die Hennen, die was besseres zu tun haben





Dienstag, 26. Mai 2015

Frühsommer

soll es laut Phänologischem Kalender sein, wenn der schwarze Holunder weiß und die Gräser anfangen zu blühen.

Macht er.  
Jetzt noch bisschen kühl (haben wir) und nass (zu wenig) und es wird eine Bombenernte.

Dieses Jahr blüht auch mein Poa labillardieri zum ersten Mal. Keine Ahnung , ob es an dem ausgefallenen Winter liegt oder ob es jetzt nur richtig Schwung geholt hat. Die Jahre vorher ist mir nie eine Blütenrispe aufgefallen.

Ansonsten grünt es so schön vor sich hin

Die üblichen Verdächtigen, ähm Schleimer sind reichlich unterwegs. Ich will gar nicht hochrechnen, wieviele es insgesamt im Garten sind.Die muss ich mir nicht noch groß ansehen*grrhh*

Der Mohn steht in den Startlöchern


und wenn man entspannt den Küken beim Picken zusieht- ich bin immer noch ganz verliebt in den Dutt-,

läuft frau sowas blauschillerndes fast über den Schuh

Samstag, 16. Mai 2015

Meine Seidenhuhnküken

sind  jetzt knapp 3 Wochen alt. Die ersten Flugversuche haben sie schon hinter sich und wohnen seitdem draußen im Kükenstall unter der Rotlichtlampe.Dort haben sie mehr Platz. Sie sind ständig in Bewegung und wenn ich komme erst recht. Wenn ich schon nicht die Glucke bin, so doch die "Leckerbissentante". Schnittkäse ist zur Zeit der Renner. Es wird aber auch jede Fliege gern genommen.

Die beiden werden bestimmt Hähne,so neugierig und mutig, wie sie sind.
 Bei dem kleinsten Küken(links) tippe ich auf eine Henne und bei dem hinten rechts, hoffe ich auf eine Henne. Dies wäre mir die liebste Mischung.Dann gibt es später keinen Streß. Brüderhähne vertragen sich relativ gut. Aber 3 Hähne wären zuviel für eine Henne. Schau'n wir mal.

 Hier sieht man schon wie sich der "Dutt" bildet. (Hoffentlich die Dame.)
Ich bin immer noch gespannt, wie sie aussehen, wenn sie groß sind.

 Es ist schon ein Wunder der Natur und immer wieder faszinierend, wie sich aus einem Ei ein Huhn entwickelt. Dabei wiegt ein Zwerghuhnei gerade mal 30 Gramm, während ein normales Hühnerei immerhin 60-70 Gramm hat.
Ha, ich habe doch glatt ein Vergleichsbild

 Knuffig, einfach nur knuffig.
Und wer jetzt noch nicht genug hat, kann noch ein wenig Kükenkino gucken. Ich mache es jeden Tag;-). 

Also so richtig brüllermäßig ist die Qualität des (Blogger)Videos noch nicht.:-(

Dienstag, 5. Mai 2015

Wonnemonat

Schon der Anfang des Monats macht in diesem Jahr seinem Namen alle Ehre. Es ist alles so frisch und sattgrün, dass frau am liebsten reinbeissen würde.
Jetzt kommt auch mein Vorvorgarten langsam in Schwung.

Die Gräser brauchen ihre Zeit bis sie grün werden. Am schnellsten ist immer noch das Sandrohrgras (Calamagrostis x acutiflora) und Stipa calamagrostis. Die "Amerikaner" oder auch Präriegräser wie Rutenhirse (Panicum virgatum) oder Tautropfengras (Sporobolus  heterolepis) schieben erst jetzt das erste Grün und sind bis dahin nur ein brauner Anblick.
Die Krokusse und Narzissen, die ich in den Jahren davor gesetzt habe,sind mit dem lehmigen Boden nicht sehr glücklich und lassen sich im Frühjahr nicht mehr blicken. Nur ein paar Wildtulpen halten tapfer durch und werden langsam mehr.
Die Bodenverbesserung mit Kompost spült mir regelmäßig der Regen weg. Das Ganze ist noch nicht der Weisheit letzter Schluß,aber ich geb nicht auf.
Dafür macht der restliche Garten Freude, nachdem ich bestimmt gefühlt eine Tonne Ehrenpreis gejätet habe. Keine Ahnung wo er herkommt, Aber breit machen kann der sich... holla, die Waldfee. Er ist definitiv der nervigste Bodendecker des Monates.

Hier noch ein paar Bilder
 mein Vorgarten mit Malus Royalty, einem rotlaubigen Zierapfelbaum
 der Blick ums Radhaus in den hinteren Teil des Gartens
 das Hamamelisbeet im Hof
und ein Blick zurück

Ansonsten wächst das Gartenpersonal heran, schiebt die ersten Flügel- und Schwanzfedern, ich bin gespannt, was sie für Federfarbe haben, wenn sie ausgewachsen sind,
 und wird schon mal auf Vogelmiere konditioniert.

Sonntag, 26. April 2015

Weiß, ja weiß sind...

...fast alle Blüten meiner Obstbäume. Die Birnen blühen weiß, die Pflaumen blühen weiß,

 die Süß- und Sauerkirschen blühen weiß,


die Felsenbirne blüht weiß. 

Ein besonders edles unterkühltes Weiß hat mit ihrem silbernen Laub die weidenblättrige Birne (Pyrus salicifolia)

Nur der Pfirsich und der Apfelbaum unterbrechen mit ihrem zarten Rosa den weißen Reigen.
Pünktlich zur Apfelblüte sind prompt die Narzissen am verblühen. Es wäre zu schön, wenn es gleichzeitig blühen würde. Was soll's, man kann nicht alles im Leben haben;-)

Die Elfenblumen fangen gerade wieder an zu schweben.
Epimedium 'Orangekönigin'
Epimedium sulphureum
und
Epimedium 'Jörg'

Über etwas freute ich mich besonders. Ich habe neues Gartenpersonal. Am 23. April schlüpften vier Zwergseidenhühner.
Sie sind wesentlich kleiner als die Dresdener, haben befederte Beine und wenn sie groß sind, sehen die Federn wie Fell aus.
Marco Polo beschrieb sie auf seiner Reise als schwarzhäutige , katzenhaarige Hühner. Ich bin gespannt, wie sie sich mit meinen Stauden vertragen. Im Moment wohnen sie noch unter der Rotlichlampe in der Küche und können sich auf Großes vorbereiten.