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Sonntag, 13. Januar 2019

Wenn die stille Zeit vorbei ist, wird's auch wieder ruhiger

.....  ich finde das Zitat von Karl Valentin so schön zutreffend, dass ich es mit ins neue Jahr nehmen möchte.
Viele nutzen die Zeit für einen Rückblick ins vergangene Jahr.  Ich tat dies auch, Gartenbücher studiert, Fotos vom vergangenen Jahr angeschaut, mir dabei Großes für dieses Jahr durch den Kopf gehen lassend, Samenbestellungen losgelassen, in meinen Blog gesehen und festgestellt, dass ich das letzte Mal im Oktober 2016 von meinen Zwergseidenhühnern berichtete. Das geht ja gar nicht.
Ich habe sie immer noch.
Nur die Akteure wechselten teilweise altersbedingt. Sie wohnen immer noch getrennt voneinander. Die großen normalen Hühner hinterm Zaun im separaten Hühnergarten, den sie scharrend nach Hühnerlust umgestalten können und es mit mehr oder weniger reichlich Eiern danken.

Sowie die Zwergseidenhühner, die hier am Haus im Garten unterwegs sind. Deren Eierlegerate ist eher verschwindend gering. Sie legen nur, wenn sie in Brutlaune sind ca. 3x im Jahr und pro Henne max. 8 Eier.  Ihr größter Bonus ist definitiv der Niedlichkeitsfaktor, den sie voll ausleben, fehlt eigentlich nur, dass sie auch freundlich winken, aber sie haben Charakter. Man muss ihnen nur eine Weile zuschauen und fühlt sich gleich entspannter. Logisch, das sie da auch Namen haben

Da gibt es:
die dominate graue Inge,  unangefochtene Chefin und Oberglucke des Hühnerhaufens,
Elfriede,  braun mit schwarzem Kopf, zweitälteste, gutmütig,neugierig und immer ganz dicht dran. Für Körner lässt sie sich sogar streicheln.
Irmchen, die ungeplante Liaison aus Mutter und Sohn, die gesund und munter aber bißchen verpeilt im Zickzack durch den Garten läuft.
Und die Neuen, die Inge als Fremdeier untergeschoben wurden und frisches Blut mitbringen:
Heinz, der Dritte
Cynthia, die fast schneeweiße Eisprinzessin
und
Dolores mit ihrem tollen schwarzen Dutt.

Eine Zeit lang sind Jung und Alt getrennte Wege gegangen. Seit kurzem sind sie zusammen unterwegs. So kann's was werden mit dem neuen Jahr;)

Sonntag, 7. Mai 2017

Bei mir piept's wieder

....,seit Dienstag nach Ostern. Diesmal ist es eine Mischung aus Dresdener, Hampshire und Welsumern.
Vor 2 Jahren produzierte mein schöner, toller, teurer, von der Geflügelmesse in Leipzig mitgebrachter wildfarbener  Dresdener Hahn nur heiße Luft, statt Küken in die Eier.
Ich war so gefrustet, auch ob des Zeitverlustes , dass ich mir kurzerhand Bruteier von New Hampshire- Hühnern bestellte und diese im Automaten ausbrüten ließ.
New Hampshire hatte ich ganz am Anfang, unkomplizierte, ruhige Hühner und potente Hähne. Aber, es gibt sie nur braun und selten in weiß. Was mir wiederum ein bisschen zu eintönig ist.
Außerdem finde ich an den Dresdenern den länger gestreckten Körper und den Rosenkamm schöner. Bei ihm können im Winter keine Zacken abfrieren, einfach weil keine da sind.
Also ließ ich von den neuen New Hampshire neben den Hühnern auch einen Hahn. Er machte seine Sache vergangenes Jahr gut. Jetzt hatte ich reine New Hampshire, Dresdener aus den Jahren davor und Dresdener/Hampshire-Mischlinge.
Zusätzlich, auch weil ich mal was neues ausprobieren wollte, besorgte ich mir Bruteier von orangefarbigen Welsumern. Sie sind hübsch in der Zeichnung und sollen tolle Eierleger sein. Sind sie auch, nur das sie nebenbei bisschen hektisch und nervös sind. Das ganze Gegenteil meiner ruhigen Dresdener.
Im vergangenen Jahr pflückten wir die heranwachsenden Welsumer mehrere Abende aus den Bäumen und trugen sie in den Stall, weil sie statt des Stalles lieber das Aufbaumen vorzogen. (Kein Mensch, keine Glucke und ich schon gar nicht, hatte ihnen gesagt, dass es ihre Vorfahren in wildesten Vorzeiten so machten. Soviel zu kleinem Hühnerhirn)

Also wieder ganz schwer nachgedacht und ....tööörööö.... ich spiele  Göttin und kreuze die Rassen.
Von den 2016 geschlüpften Hähnen liess ich den nettesten und fast schönsten leben. Einen Mischling aus Dresdener und New Hampshire. Somit hatte ich dieses Jahr dann eine ganz bunte Bruteiermischung aus Welsumer mit Dresdener/Hampshire  und Dresdener mit Dresdener/Hampshire und Hampshire mit Dresdener/Hampshire und Dresdener/Hampshire mit Dresdener/Hampshire. Alles klar?!Mir nicht mehr;)



So sah das ganze kurz vorm Schlüpfen aus. Die dunkleren Eier sind von den Welsumer-Hennen, die mittelbraunen von den Hampshire und die hellbraunen von den Dresdenern/Hampshire bzw. den alten Dresdener Hühnern.

 Und so ein Tag nach dem Schlüpfen
 11 Tage alt, die Federn wachsen
 Hier sieht man schön, wie unterschiedlich sie in den Farben sind. Ich bin gespannt, wie sie aussehen, wenn sie groß sind. Die mit dem braunen Rücken haben Welsumerblut in sich, bei den schwarzen, waren Dresdner Hennen die Mütter. Bei den hellen ist es unklar, ich habe auch eine weiße Dresdener Henne dabei. Schaun wir mal .
Jetzt sind sie knapp 4 Wochen alt, wachsen und gedeihen
 und werden zunehmend neugieriger.

Donnerstag, 12. Januar 2017

Stallpflicht

Eigentlich wollte ich in meinem  Blog die Werbung außen vorlassen, aber heute muss ich sie in eigener Sache machen bzw. in der meiner Hühner.

Wir haben seit  dem 14. November 2016 die Stallpflicht in Sachsen und ein Ende ist nicht in Sicht. Bis zum heutigen Tag sind in Sachsen 5 Fälle von dem H5N8 Virus festgestellt worden und dafür wird alles Geflügel landesweit eingesperrt.

Dabei ist noch nicht einmal geklärt, wie genau die Übertragungswege der Vogelgrippe sind. Für mich ist diese Stallpflicht, als wenn man mit einer großen Fliegenklatsche landesweit ein paar Viren totschlagen will.

Das dauerhafte Einsperren bekommt weder den Hühnern, noch dem Halter. Meine überzähligen Hähne und alten Hühner, die ich sonst hätte weiterleben lassen, sind auf Grund der beengten Verhältnisse schon den Weg in den Kochtopf gegangen.Und dabei halten Hühner das Einsperren noch eher aus, als Gänse oder Enten.
Mein volles Mitgefühl aber haben die Geflügelhalter, die sich mit der Biohaltung ihren Lebensunterhalt verdienen müssen. Ich möchte nicht in ihrer Haut bzw.  in dem ihres Geflügels stecken. Von Artenvielfalt und Genpoolerhaltung, die mit der Stallpflicht erschwert wird, rede ich gar nicht erst.

Na lange Rede, kurzer Sinn. Es gibt mittlerweile eine


Fehlen nur noch ein paar Unterschriften. 
Meine Hühner und ich bedanken sich:)

Montag, 3. Oktober 2016

Hühner 2.0

Nachdem beim vorhergehenden Post eine Fehlermeldung nach der anderen von blogger kam und ich schon Panik schob, das alles im Nirwana verschwunden sei, jetzt die 2. Hühnergeschichte.
Nach 8 Jahren Hühnerhaltung lernt frau ja dazu. Vieles würde ich immer noch so machen. Einiges anders.
Mit normal großen Hühnern, also die, deren Eier Pingpongballgröße übersteigen und nicht bündig im Eierbecher verschwinden, ist ein gepflegter Garten nicht möglich. Die Hühnerfüsse sind einfach zu groß, die Augen zu scharf. Hühner sind Feinschmecker und am Leckersten sind immer(!) die teuersten Stauden und die Würmer, Käfer, Larven unter diesen noch viel, viel leckerer. Mit anderen Worten, ab einer bestimmten Größe Huhn fliegen Stauden wurzelkopfüber durch den Garten, werden zerpickt oder freigescharrt. Dies kann wiederum mein Gärtnerinnenauge nicht sehen und deshalb ist es gut, das wir uns den Garten nicht teilen müssen.

Irgendwann kam ich auf die Idee, dass ja einige Auserwählte meiner Hühner mir im abgeernteten Gemüsegarten partiell bei der Unkrautbeseitigung helfen könnten.
Also dachte ich wieder nach und mir fiel eine Art mobiler Dreiecksstall ein, den ich in England gesehen hatte. Ich recherchierte ein wenig weiter und stieß auf einen Stall, der meinen Massvorgaben genau entsprach. Einen boughton chicken coop.
Also Bausatz geordert, zusammengebaut, in den Gemüsegarten getragen, zwei Hennen (ein Huhn allein wäre nicht artgerecht) hineingesetzt.... davorgesetzt, Hennen beguckt, merde, englische Hühner scheinen kleiner zu sein... Hennen zu groß, Stall für meine Hennen zu klein,...also Hennen wieder zurück in den eigentlichen Hühnergarten....selber Unkraut zupfen bzw. Boden umgraben, Zeit nachzudenken.
Das war dann der Zeitpunkt, an dem ich mir die Zwergseidenhuhneier bestellte und von meinem Brutautomaten ausbrüten liess. Die Seidis passen in den Dreiecksstall ohne sich die Federn kaputt zu stossen und dank ihrer befederten Füsse scharren sie auch nicht ganz so viel.Knuffig anzuschauen sind sie obendrein. Die Eier sind dafür verschwindend klein und viel Fleisch ist auch nicht an ihnen. Also insgesamt mehr was für's Herze, als für den Topf.

Aber was ich eigentlich die ganze Zeit erzählen möchte, ist, wenn man sich Hühner im Garten halten will, mit Eiern und so, geht es nur über eine Voliere. Vorzugsweise einer, mit einer breiten Tür, durch die eine Schubkarre zum gelegentlichen Erdaustausch passt. Einem Dach, welches ein wenig schräg ist, damit Schnee herunterrutschen kann und gleichzeitig ein XXL Sandbad bietet, sowie einem winddichten, aber luftigem Stallabteil mit herausnehmbaren Sitzstangen.
Das A und O an der Hühnerhaltung ist die Vermeidung durch Parasiten, wie Wurm- und Milbenbefall und der Schutz vor Füchsen, Katzen, Madern und Raubvögeln.
Es ist frustran und nervenzerfetzend, wenn man dies nicht bedacht hat. Der Rest findet sich von allein.

Fazit: Ich mache es jetzt so, dass die großen (leckeren) Hühner im Hühnergarten bleiben und dort nach Herzenslust rumscharren können. Ihre Küken bleiben bei mir vorn im Kükenstall bis sie groß genug sind, um nicht mehr Obengenannten zum Opfer fallen.
Die Seidis ziehen in der Zwischenzeit in den Dreiecksstall und wandern mit diesem von Stelle zu Stelle im Garten. Es hat den Vorteil, dass die noch kleineren Zwergseidenküken auch gleich vor Katzen und Raubvögeln geschützt sind. Nachts gehen sie unter das abgeteilte, sichere Dach schlafen.

Wenn die Hampshire, Dresdener und Welsumer Küken groß genug sind, dies ist meist Ende Juni soweit, setzte ich sie zu den großen Hühner in den Hühnergarten.
Die Seidis ziehen vom Dreiecksstall wieder in den Kükenstall und können sich tagsüber frei im Garten bewegen. Die Stauden sind zu dieser Zeit so groß geworden, dass Zwergseidenhuhnfüsse ihnen nicht mehr viel antun können.

Neu gepflanzte Sträucher, Gemüsebeete und gemulchte Stellen decke oder stecke ich mit Sechseckgeflecht ab, damit sie nicht alles breitscharren. Dies machen sie nämlich leidenschaftlich gern, am liebsten breit und weit und danach sieht es nicht aus wie schön, sondern eher wie Sau....

Aber Spaß machen Hühner trotzdem, gerade wenn der kleine Zwergseidenhahn sich für den größten Hahn aller Zeit und den Garten samt Gefolge für sein Königreich hält.
Träum weiter, Heinz, du Hahn;-)
Zwergseidenhühner,
mittig der "große" Heinz, links der "kleine" Heinz
dahinter die Hennen, die was besseres zu tun haben





Gartenhühner

An den offenen Gartentagen werde ich sehr oft gefragt, ob Hühner und Garten zusammen gehen. Abgesehen davon, dass der Garten gar nicht gehen kann, haha, Bartwitz, geht es eher nicht. Aber es lassen sich Kompromisse schließen.

Seit 2009 halte ich Hühner und bin da eher wie die Jungfrau zum Kinde gekommen. Ich erzähle mal, wie alles begann....

(Wer die Geschichte schon aus dem Garten-pur-Forum kennt und nicht noch mal lesen will, bitte scrollen)

Durch eine glückliche Fügung konnten wir ein Nachbargrundstück pachten, auf dem 2 Garagen standen, die wir als Lagermöglichkeit brauchten. Das Grundstück war jahrelang nicht genutzt worden und dementsprechend verwildert. Nichts gegen Verwilderung, aber der Vorbesitzer muss unter dem ganzen Gestrüpp eine gute Quelle zu Beton und Zement gehabt haben. Alles was irgendwie gemauert oder betoniert worden war, war für die Ewigkeit gemacht worden. Wege, eng und winklig mit Wegbegrenzungen 30cm hoch. bombenfest aus feinsten Granitstein. Beetkanten tief einbetoniert, 30cm hoch aus nicht so schönen Betonsteinen. Bombenfest. Ein Frühbeet, gemauert , 6m lang. Für manchen Gemüsegärtner sicher ein Traum, aber ich wollte nicht den ganzen Stadtteil versorgen. Dazu ein nicht fertig gewordenes Gewächshaus. Überall Quecke vom Feinsten. Mir fehlte echt die Kraft und die Lust mich da groß zu engagieren. 
Stattdessen dachte ich, nutze ich die Möglichkeiten und lasse Hühner für mich Ordnung machen. Sie können mir dann gleich noch ein paar Eier legen und zum Schluß eine gute Brühe abgeben. Das kostet alles nicht viel bzw kein Geld.
 Also dachte ich weiter, braucht das Gewächshaus nur ein neues Dach und neue Fenster. Gibt es im Baumarkt. Hühner bekommste überall. Weidezaun ist auch nicht soo teuer. Gesagt, getan. Ich war naiv.
Als 1. schaffte ich mir ein Buch an. "Hühner halten" von Beate und Leopold Peitz. Das war eine gute Investition.
Als 2. motivierte ich meinen Mann. Das war auch eine gute Investition.
Als 3. machte ich einen Plan, wie das Gewächshaus aus- und umzubauen wäre. 

Ich fuhr das 1. Mal in den Baumarkt, holte die benötigten Bretter und Dachpappe und war die ersten 100 Euro los.
Nebenbei kurvte ich durchs Internet und lass mich durch einschlägige Foren. Dabei las ich, dass Hühner , die zu lange und zu eng im Stall stehen mit Federpicken anfangen. Dies kann bis zum Kannibalismus gehen. Na toll. Dabei stolperte ich auch über eine manuelle Hühnerklappe, die von den Hühnern morgens selbst geöffnet werden kann. Fand ich toll, denn Strom lag nicht an und ich schlafe gerne aus. Es war die Lösung meiner Probleme, dachte ich. Noch bisschen Hühnerzubehör bestellt und die nächsten 100 Euro flossen dahin.
Wir bauten das Dach, mauerten eine Tür zu, setzten in das eine Fenster die Klappe ein und mauerten den Rest mit geerbten (billig) Glasbausteinen aus. Das heißt, wir fingen an. Glasbausteine lassen sich sehr schwer vermauern. Nach etlichen Stunden nicht sehr produktivem Fortkommens, kamen wir zu dem Entschluss, es doch einen Profi machen zu lassen. Er war auch wesentlich effektiver als wir, vermauerte die restlichen Glasbausteine, verengte noch ein Fenster, in das die eigentliche Tür sollte und meine nächsten 150 Eur flossen dahin. Aber mein Hühnerstall war fertig. Schlafstangen, Kotbrett und Tür waren aus Altbeständen vorhanden und kosteten diesmal nichts.
Mittlerweile wusste ich auch besser über Hühnerrassen Bescheid. Vorher gab's für mich nur weiße und braune, große und kleine. Jetz kamen Legehybriden" von überall" nicht mehr in Frage. Ich wollte diese hochgezüchteten, empfindlichen , sich selbst zerlegenden Eiermaschinen nicht. Ich brauchte Hühner, die auch mal nen unbedarften Anfängerfehler aushielten. So hatte ich gelesen, dass es Zwiehuhnarten gibt, also welche, die gut Fleisch ansetzen, Eier legen und nicht viel fliegen. Genau das richtige für meine nicht sehr hohen Zäune rings ums Grundstück. Lust aufs Flügelstutzen hatte ich nämlich auch nicht. Ja, und so kam ich auf die New Hampshire.
Ein Züchter fand sich. Er gab mir noch paar wertvolle Tipps. Wegen der vielen streunenden Katzen wollte ich auf Nr. Sicher gehen und bestellte mir 6 ausgewachsene Hühner und einen Hahn. Bei dem Preis musste ich mich erst einmal setzen. Hybriden sind viel billiger. Aber im Nachhinein betrachtet, muss ich sagen, dass jeder Euro gerechtfertigt war. 
Von meiner " Kostet alles nüscht"-Theorie hatte ich mich wieder einmal verabschiedet.
Der Stall war fertig, der Weidezaun gezogen (das ganze Grundstück sollten sie dann doch nicht aufräumen), das Futter besorgt , die Hühner kamen. Es ging alles bestens. 2 Tage später fingen sie an zu legen. 3 Wochen später kam der Fuchs. Er freute sich auch über die manuelle Klappe. Hatte er doch so die Hühner morgens beizeiten servierfertig auf der Wiese.
Ich hätte im Traum nicht daran gedacht, dass der Fuchs auch mitten in der Stadt unterwegs ist.  3 Hühner und den Hahn killte er mir. 1 Huhn lag noch lebend mit gerupfter Kehle im Gras, 1 Huhn sass völlig apathisch und geschockt unterm Strauch und 1 hatte sich in den Stall gerettet. Dann stand ich geschockt da.
Von den zweien wußte ich nicht, ob sie überleben. Ein Huhn allein ging gar nicht. Aber Hühner wollte ich haben.
Also fingen wir wieder an zu bauen. Diesmal eine teure Voliere um meine teure manuelle Hühnerklappe. Die Voliere machten wir fuchssicher, indem wir den Volierendraht 30cm schräg nach außen eingruben. Zur Sicherheit noch eine Runde rumliegende Betonpflastersteine außen herum. Denn ich war sehr geschockt.Der Fuchs sollte sich Beulen holen, wenn er wiederkam. Meine Hühner werden nicht gefressen!
Seitdem ist Ruhe. Die Hühner können frühmorgens raus in die Voliere, haben Platz und wenn jemand von uns da ist, gehts auch weiter auf die Wiese zum "Aufräumen".
Die beiden angefuchsten Hühner haben es mit Aufpäppeln, einigen Tagen Stallarrest und viel Zuwendung überlebt und ich orderte noch einmal 3 Hennen und einen Hahn.
Alles in allem war es bis jetzt eine abwechslungsreiche Zeit.
Wenn ich meine Unkosten und Zeit zusammenrechne, hätte ich für das gleiche Geld gefühlte 1000 Jahre Eier im Supermarkt kaufen können.
Ich möchte trotzdem um keinen Preis mehr meine Hühner und die eigenen Eier missen. Hühner gucken ist unterhaltsam und entspannend.Die Eier sind lecker und das Aufräumen nehmen die Hühner sehr ernst. Von der Quecke ist nicht viel übrig geblieben. Fürs Füttern und abendlichen Einsperren findet sich gegen Eiereinsammeln bei Bedarf immer jemand aus der Nachbarschaft.
Die Vertikutiereigenschaften dürfen demnächst die Küken unter Beweis stellen und ich kann mich immer noch auf das erste Brathähnchen und die erste Hühnerbrühe freuen.
Jeden, der sich Hühner anschaffen will, kann ich nur ermutigen. Es ist am Anfang ein Berg, überwindbar, denn eigentlich muß nur täglich 1x jemand nach ihnen sehen,füttern und die Klappe abends nach ihnen zu machen.
Hühner sind toll.

Das war 2010. Ein Jahr nach meiner Hühnerhaltungsbeginn. Ich kann immer noch jedes Wort unterschreiben und es macht nach wie vor viel Spaß den Hühner zuzusehen.  Aber es macht eben auch Spaß, weil sie einen separaten Hühnergarten haben. Mehr dazu im nächsten Post. 

Dienstag, 22. September 2015

Letzter Sommertag

Morgen beginnt ganz offiziell der Herbst. Sommer ade. So sehr weine ich ihm nicht nach,  es gab schon wesentlich schönere Gartensommer. Nix mit gewünschten 25°, Schäfchenwolken und nachts ergiebigem Landregen. Stattdessen 36° und Trockenheit. Egal, vergessen. Nächstes Jahr wird alles besser;-)


Das schöne Wetter nutze nicht nur ich heute für ein Sonnenbad.

Samstag, 16. Mai 2015

Meine Seidenhuhnküken

sind  jetzt knapp 3 Wochen alt. Die ersten Flugversuche haben sie schon hinter sich und wohnen seitdem draußen im Kükenstall unter der Rotlichtlampe.Dort haben sie mehr Platz. Sie sind ständig in Bewegung und wenn ich komme erst recht. Wenn ich schon nicht die Glucke bin, so doch die "Leckerbissentante". Schnittkäse ist zur Zeit der Renner. Es wird aber auch jede Fliege gern genommen.

Die beiden werden bestimmt Hähne,so neugierig und mutig, wie sie sind.
 Bei dem kleinsten Küken(links) tippe ich auf eine Henne und bei dem hinten rechts, hoffe ich auf eine Henne. Dies wäre mir die liebste Mischung.Dann gibt es später keinen Streß. Brüderhähne vertragen sich relativ gut. Aber 3 Hähne wären zuviel für eine Henne. Schau'n wir mal.

 Hier sieht man schon wie sich der "Dutt" bildet. (Hoffentlich die Dame.)
Ich bin immer noch gespannt, wie sie aussehen, wenn sie groß sind.

 Es ist schon ein Wunder der Natur und immer wieder faszinierend, wie sich aus einem Ei ein Huhn entwickelt. Dabei wiegt ein Zwerghuhnei gerade mal 30 Gramm, während ein normales Hühnerei immerhin 60-70 Gramm hat.
Ha, ich habe doch glatt ein Vergleichsbild

 Knuffig, einfach nur knuffig.
Und wer jetzt noch nicht genug hat, kann noch ein wenig Kükenkino gucken. Ich mache es jeden Tag;-). 

Also so richtig brüllermäßig ist die Qualität des (Blogger)Videos noch nicht.:-(

Mittwoch, 8. April 2015

Partygarten 2.Teil

seit dem letzten Mal ist einige Zeit vergangen und es schon verschiedenes geworden

Die Sträucher sind gepflanzt, über die Steincouch geht noch ab und zu der Handfeger-wenn er mir denn in die Hände springt- und fegt den restlichen Sand in die Fugen.
Der Hühnerzaun steht nur sporadisch da. Die Hühner sollen im Moment zwischen Zaun und Thujahecke mit dem Gras und Moos aufräumen. Danach kommt er wieder weg und die Hühner einen neuen Wirkungskreis.

Die Lavendel sind aus den schattigen Rudimenten des Gewächshauses in das sonnige Beet am Bungalow umgezogen und leisten mit einige Bartirissen einer Kupferfelsenbirne  Gesellschaft.
Bei dem Lavendel habe ich eine Empfehlung ausprobiert und in fast 10cm tiefer gesetzt, als er vorher stand. Dazu noch radikal zurück geschnitten. Bis jetzt sieht er vielversprechend aus. Schaun wir mal. Ich hoffe auf blaue, duftende, von Schmetterlingen umschwärmte Wolken im Sommer.

Der Krater vom Gewächshaus ist aufgefüllt. Die Kantensteine wollte ich zur Bank umfunktionieren. Es wird wohl beim wollen bleiben. So prickelnd sitzen die sich nicht.
Der Sandkasten sollte eigentlich bleiben. Aber so nach längerer Betrachtung vom Schippenstiel, werde ich wohl die Kantensteine doch noch rausziehen, mit Komposterde auffüllen und einsäen.

Freude machen mir zur Zeit meine Wildtulpen (Tulipa turkestanica). Solche hübschen, unkomplizierten Sonnenscheinchens.

Hach, und die Wühlmäuse mögen sie (noch) nicht.

Mittwoch, 18. März 2015

3/12 Blick und Frühlingserwachen

gestern 17° in der Sonne , heute 15° und dazu noch frei. Da macht Gartenarbeit so richtig Spaß. Alles steht in den Startlöchern und wenn frau  beim restlichen Stauden abschneiden und Unkraut ziehen eh schon mal unten ist, kann man gleich noch den fotogenen Austrieb festhalten.

 Pulsatilla vulgaris, die gemeine Kuhschelle
 Paeonia daurica, die Krim-Pfingstrose
Phlox, einer von vielen Sämlingen
und Euphorbia amygdaloides purpurea, die mandelblättrige Purpurwolfsmich
 Die Krokusse leuchten nur so in der Sonne.

Frühlingsgefühle bzw. Gelüste auf zartes Grün hat auch mein Gartenbodenpersonal. Wenn ich nicht aufpasse und das Tor nicht richtig schließe, sind sie sofort im ganzen Garten und nicht nur in dem Teil, den sie unkrautfrei halten sollen.



Zum Schluß noch mein Märzbild. 
Diesmal der Ausschnitt bewußt ein bisschen größer. Ich konnte nicht widerstehen und meinen Krokushang ausblenden.