Donnerstag, 8. Oktober 2015

Bundesgartenschau 2015

Um uns frischen Gartenwind um die Nase wehen zu lassen, statteten wir am ersten Oktoberwochenende  der Bundesgartenschau in der Havelregion einen Besuch ab.
die Havel


Frau lernt ja gerne dazu und neugierig bin ich auch. Es war ein sehr sportliches Programm. 5 Standorte, die weitesten 80km auseinander, auf gefühlten 1000 ha und das in 2 Tagen, man war ich platt.
Näheres lässt sich hier nachlesen (über die Buga, nicht über meine abgelaufenen Füsse;-))

Die Buga auf 5 Standorte zu verteilen hatte was. Sie waren alle so unterschiedlich, dass man sehr viel zu sehen bekam.
Rathenow hatte mit der Landesgartenschau von 2006 schon einen eingewachsenen Vorsprung und bei dem Bismarckturm fühlte ich mich glatt an Sissinghurst erinnert.

Hach, so ein Turm ist schon ein tolles Gartenaccessoires. Fehlen nur die passenden Latifundien dazu. In diesen Momenten kann ich Modellbahnbauern nachfühlen. Macht man es eben bisschen kleiner. Hm, vielleicht sollte ich über einen Taubenturm nachdenken.

Die Themengärten in Brandenburg hatten Diskussionspotential, wie es so schön neudeutsch heißt. Sie waren nicht so ganz meins. Müssen sie ja auch nicht.




 



Es gab auch positive Details für meine Merkliste. 

Persönlich gefiel mir  Rhinow/Stölln am besten. Die ersten Flugversuche von Otto Lilienthal mit bepflanzten stilisierten Tragflächen und einer "Boarding- Strecke" über den Fliegerpark zur IL 62 nachzugestalten, fand ich echt witzig. Trockenen Fusses wurde man durch die bepflanzten Beete und die naturbelassene Steppen/Wiesenfläche gelenkt, den Blick über die Landschaft schweifend. Genial.
Auch die Kakteenbepflanzung in Containern auf Augenhöhe hat mir sehr gefallen. Dies und einiges anderes hätte ich mir gern öfters im Jahr angesehen.



Aber damit hat man als Weitanreisender eben ein Problem. Einzelkarten für nur einen Standort gab es erst am Ende der Saison und wenn man dann schon mal da ist, will man auch alles sehen. Für ein nochmaliges Wiederkommen fehlt die Zeit. Also japanisch reisen, flinke Füsse und viele Fotos machend und dann zuhause feststellen, "hätteste dir das mal genauer angesehen"
Und das ist für mich der Nachteil an den großen Gartenschauen (Buga, IGA, Floriade). Es ist zu viel, zu groß. Man kann es gar nicht alles erfassen. Von den gesalzenen Eintrittspreisen ganz abgesehen. Kleiner wäre einfach mehr.
Die Grundidee, die hinter den Gartenschauen steht, ehemalige Industriebrachen zu renaturieren, neue grüne Impulse zu geben und auch nicht ganz so enthusiastische Blümchenfreaks wie mich, die Schönheiten und Einmaligkeiten der Pflanzen- und Tierwelt in der Region zu zeigen, finde ich gut und das ist auch ein Grund, warum ich sie besuche bzw. mit meiner Eintrittskarte unterstütze.

Ansonsten bevorzuge ich doch lieber eingewachsene botanische Gärten. Sie geben mir persönlich mehr.
Aber, jedem Tierchen sein Pläisierchen und aus einem kleinen Pflanzenfreaks kann ja auch ein großer werden.

Auf der Rückreise legten wir noch einen Zwischenstopp in Potsdam/Bornim im Karl-Foerster-Garten ein.
Ein Traum zu jeder Jahreszeit.








Und die angrenzende Staudengärtnerei..... einfach nur praktisch;-)

Alles in allem war es ein sehr schönes abwechslungsreiches Wochenende mit etlichen diskussionswürdigen, aber auch umsetzbaren grünen Denkanstössen.

Freitag, 2. Oktober 2015

Gräser im Gegenlicht.


Im Herbst liebe ich meinen Garten am meisten. Es ist nicht mehr viel zu tun - es sei denn man will Beete umgestalten. Will ich. Der Vorgarten schreit nach Renovierung. Aber dies sollte man nur nach längerem Beobachten tun. Dafür setzt man sich erstmal in aller Ruhe in den Gartenstuhl, dreht den Kopf in die Sonne, sinniert, und hört dann was. Ein Wispern. Die Krokusse, Tulpen und Narzissen flüstern "Bleib bloß sitzen, nimm ja keinen Spaten in die Hand. "Na, wer bin ich denn, dass ich nicht auf meine Pflanzen höre.
Also wieder zurücklehnen, Kopf in die Sonne drehen, sinnieren....
Zwischendurch greife ich mit der linken Hand nach der Kaffeetasse und mit der rechten nach dem Fotoapparat.

 Das ist mein Blick vom Gartenstuhl Richtung Süden.  Fehlen nur die Füsse auf dem Tisch;)
unter dem alten Apfelbaum
Jetzt reißt es mich doch vom Stuhl und ich drehe eine Runde durch den Garten. 
das Dreiecksbeet

im Dreiecksbeet. 
 Ich lasse die Samenstände stehen und schneide erst im Spätwinter zurück.
der Blick über den kleinen Teich 
Rechts ist Miscanthus sin. "Beth Chatto", ein tolles Teil. Nicht so viel Laub, dafür die Blüten hoch und straff aufrecht. Ich hoffe, es hält auch einen richtigen  Lausitzer Winter aus.
der  überarbeitungswürdige Vorgarten
Der Vorgarten ist mit 12 Jahren mein ältester gestalteter Bereich. Im Frühjahr wird dann alles anders.

der Vorvorgarten 1. Teil

1b

und 2.Teil
 und noch ein paar Impressionen
die meisten namenlos
 der letzte Phlox
Aster dumosus

sowie die Rose 'Aspirin'

zum Schluß mein Bodenpersonal




Sonntag, 27. September 2015

9/12 Blick

Ende September, das Wetter passt. 


So sieht's aus.

Freitag, 25. September 2015

Herbstlicht

Ich mag es, wenn der Sonnenaufgang im Herbst so milchig neblig daherkommt. Vieles liegt noch im Schatten, die Farben beißen sich nicht und die Konturen sind nicht ganz so scharf.


der Südweg

der Blick in den hinteren Garten über das Hamamelisbeet
Teil des Dreieckbeetes

Das Licht fängt sich in den Wassertropfen. 


Für mich ist das Harmonie pur, Herbst eben;-)

Dienstag, 22. September 2015

Letzter Sommertag

Morgen beginnt ganz offiziell der Herbst. Sommer ade. So sehr weine ich ihm nicht nach,  es gab schon wesentlich schönere Gartensommer. Nix mit gewünschten 25°, Schäfchenwolken und nachts ergiebigem Landregen. Stattdessen 36° und Trockenheit. Egal, vergessen. Nächstes Jahr wird alles besser;-)


Das schöne Wetter nutze nicht nur ich heute für ein Sonnenbad.

Sonntag, 20. September 2015

Wäschespinne

Gemeinhin wird behauptet, sie seien potthässlich. Darüber kann man streiten... Meiner Meinung nach überwiegt ihr Nutzen und ich bin froh, dass ich jetzt eine habe.

Jahrelang hatte ich einen Wäscheplatz am hintersten Ende des Gartens. Selbst gewählt und selbst gewollt.  Die Wäschestangen hatten wir von unseren Vorbesitzern übernommen. Sie waren stabil, aus tiefsten DDR-Zeiten, mit Haken im Meterabstand für die Leinen. Sehr praktisch, aber auch sehr platzraubend.
Jetzt  bekomme ich mit der Wäschespinne auf relativ kleiner Fläche relativ viel Wäsche trocken,
kann sie bei Nichtgebrauch aus der Erde ziehen, zusammenklappen, wegräumen und die Bodenhülse als Schirmständer noch zweckentfremden. Sehr praktisch. Ich liebe praktische Sachen.

Ich habe jetzt, dank der Wäschespinne, wieder Platz in meinem Garten und kann mich gestalterisch weiter austoben. Aus dem ehemaligen Wäscheplatz wird ein Beerengarten. Die Heidelbeeren stehen schon seit einigen Jahren als Heckenpflanzen. Dahinter ist jetzt Platz für die Johannisbeersträucher, die mehr schlecht als recht unter der Süsskirsche ausharrten und für eine lang gewünschte Apfelquitte. Der Spilling bekommt  einen angemesseneren Platz und muss sich den Wurzelraum nicht mehr mit scharrenden Hühnerfüssen im Hühnergarten teilen. Ich hoffe, er wächst jetzt schneller und trägt irgendwann einmal.

So sah der Wäscheplatz aus
so sieht es jetzt aus.Außer den Zwergseidenhühner sieht man nicht soviel anderes.
deshalb ein Blick von der Seite, hinter der Blasenspiere der neue Durchgang

Ein kleiner Weg geht jetzt vom "Meerblick" durch die Gehölzinsel in den Beerengarten. So wird das Ganze ein bisschen runder.

Muss ich bloß noch die doofen Wühlmäuse, die sich im Hang sauwohl fühlen, in den Griff bekommen.

Hier sieht man sie, allerdings zusammengeklappt.Fällt doch gar nicht auf, das gute Stück.

Aber was das Allerpraktischste an der Wäschespinne ist, ich sehe sie aus dem Küchenfenster und spätestens dann fällt mir ein, Himmel, da war doch noch was.....

Genau, Wäsche abnehmen. Genial;-)





Donnerstag, 3. September 2015

Regen bringt Segen

Endlich hat es geregnet. 

Die vorherrschenden Farben Schlappgrün und Aufgebendbraun sind größtenteils verschwunden. Auch die Wiese erstrahlt in einer einheitlichen grünbraunen Höhe gleich viel frischer.

Und es kommen wieder andere Farbe ins Spiel. 






15 Liter pro Quadratmeter beruhigen nicht nur das Gärtnerinnengemüt. Was bin ich froh, dass die Hitze vorbei ist.

Willkommen Herbst!

Sonntag, 30. August 2015

Bäume ausreißen bei 32°

Ich habe schon hier darüber geschrieben. Mindestens 1x im Jahr reiße ich Bäume raus und was für welche.
Genau dies bietet sich bei mehr als 32 ° an. Ich habe einen Knall? Ich habe einen Knall!
Aber was will'ste bei Planungsfehlern machen?! Es ist eine Strafarbeit und ich drücke mich jedes Jahr solange wie möglich davor, in der Hoffnung, dass es vielleicht doch ein anderer macht.
Aber von wegen .... und so hockt Frau abwechselnd mit den Beinen mal im und mal außerhalb des Teiches und zieht sämtliche  erreichbaren Sämlinge von Weiden, Kiefern und Birken heraus. Solange sie nur ein Jahr alt sind, geht es relativ leicht. Sind sie aber älter, kommt man sich schnell wie im russischen Märchen vom Väterchen und der Rübe vor.
Zwei Unterschiede sind mir diesmal aufgefallen. Bei Birken kann man sich wesentlich schneller die Rinde samt Blätter durch die Hände ziehen*autsch* und Weiden halten sich mit ihren Wurzeln viel besser fest *plumps*.
Und noch zwei Unterschiede gibt es. Es gibt ängstliche Frösche*platsch, platsch und platsch* und es gibt schlaue Frösche. Sie schwimmen im Ausreißtempo mit und warten darauf, dass Insekten von den wackelnden Sämlingen ins Wasser fallen*schnapp*. Sehr clever.
Es macht schon Spaß zuzuschauen und trotzdem bin ich froh, dass ich die Aktion dieses Jahr wieder hinter mir habe.


8/12 Blick

Ein wenig grüner ist es nach dem Regen wieder geworden.Die großen Stauden lassen trotzdem die Köpfe hängen und es herbstelt schon ganz schön.
Morgenlicht

Samstag, 22. August 2015

Dörrgarten

Es macht einfach keinen Spaß nicht, überhaupt gar nicht. Die einen bekommen Wasser im Überfluß und die anderen gar nichts.  Wir gehören dank unserem Kontinentalklimas wieder zu denen, die nichts abbekommen. Dafür haben wir es ausdauernd heiß und sonnig. Klasse... Es schlappt alles im Garten, inklusive der Gärtnerin... Frau mag gar nicht mehr hinsehen. Die Wiese raschelt braun unter den Füssen,die Sträucher lassen die Blätter hängen und die großen Bäume machen einen auf Herbst und werfen ihre Blätter gleich ganz ab. Es jammert nen Hund, wie man hier sagt.

Bevor der angeblich große Regen kommen sollte, hatte ich augenzukeifend das Geschlappe fotografiert um anschließend  mit stolzgeschwellter Brust, ganz Beth Chatto, dazustehen und zu zeigen, wie sich die Pflanzen wieder erholen. Geht ja sonst auch ruckzuck. Nur der Regen kam nicht. Die paar Tropfen, die gerade so mit Müh und Not den Boden erreichten, kann ich beim besten Willen nicht als Regen bezeichnen.
Lange Rede, kurzer Sinn, meine Pflanzen schlappen immer noch und es sieht genauso jämmerlich -wie ist eigentlich die Steigerungsform von jämmerlich?- wie vor 2 Wochen aus. Da kann ich mir die Bilder sparen. Reicht ja, wenn ich mir das Elend ansehen muss .
Und weil ich es nicht mehr sehen konnte, habe ich heute wenigstens die "Strohkultur" von Phlox im Vorgarten abgeschnitten. Kann man Phlox eigentlich zu Tee verarbeiten?! Das wäre mal ein Instanttee. Blüten nur über einer Teekanne ausschütteln ,heißes Wasser darüber gießen, fertsch...
Was ich wieder festgestellt habe, es hat Vorteile, wenn man den Winteraspekt in den Beeten einplant. Die Lücken mit dem fehlenden Phlox fallen gar nicht so sehr auf.
Vorgarten

und der Vorvorgarten lenkt beruhigend ab;-)

Am tapfersten halten sich noch die Pflanzen, denen ich vor 2 Jahren die gehäckselte Ligusterhecke zu Füssen warf. Das lehrt mich wieder, nichts kommt aus dem Garten. Alles Schnittgut wird zu Mulch verarbeitet, pfeif auf die Nacktschnecken, dafür gibt's Schneckenkorn.


Montag, 17. August 2015

Gartenzwerge

kann man finden wie man will und ich gönne ihnen von Herzen alle Freiheit außerhalb meines Gartens. Mögen sie in anderen Gärten schalten und walten und schön aussehen. Mein Garten bleibt zwergenfrei.
tolle polnische Gartenzwergverwendung

 Aber diese Art von Verwendung finde ich so witzig und süss, dass ich fast ins Schwanken komme. Das ist doch mal ein Zaunsäulenabschluss;)

Leider konnte ich  das Foto nur im Fahren "aus der Hüfte" schießen. Alles andere hätte ungebührliche Aufmerksamkeit erregt.