Dienstag, 2. August 2016

Spätsommer

ist es laut Phänologischem Kalender, wenn die Herbstanemonen blühen.
 Dabei komme ich mir wie im Hochsommer vor. Hoch im wahrsten Sinne des Wortes und dies ist auch der Moment, in dem mir der Garten jährlich über den Kopf wächst.

Nichts hält sich mehr an einen Plan. Die Hecken wachsen in alle Himmelsrichtungen, der Pflaumenbaum entledigt sich ganzer Äste, ob der vielen Früchte. Der Meerlavendel wirft sich einem komplett in den Weg.


Stipa calamagrostis kennt kein Halten mehr, macht selbst die dicke Fetthenne platt.


Dem geschlitzblättrigen Essigbaum hat auch keiner gesagt, dass er eigentlich nicht wuchert.

Die Schleimer nutzen die Wärme und Feuchtigkeit und geben alles.

Wenn frau sich zeitgleich noch durch ein Buch namens "Niwaki" liest( toll, übrigens), erscheint das Chaos erst richtig perfekt. Himmel, wo setze ich nur als erstes die Schere an, um wieder Ordnung rein zu bringen. Aber.....

ich weiß genau, es kommen auch wieder ruhigere Tage und Geduld ist die Tugend des Gärtners.

Also bleibt die Schere in der Tasche, lasse ich Seele und Füsse baumeln und schaue den  Pflanzen beim Wachsen und den Bienen und Schmetterlingen zu.

Sonntag, 31. Juli 2016

7/12 Blick

Bevor der Monat ganz um ist, noch schnell der 12tel Blick.
Man sieht es ganz deutlich. Es ist Hochsommer und damit der Moment, in dem mir der Garten im wahrsten Sinne des Wortes über den Kopf wächst.


Die restlichen Bilder werden nachgereicht;)

Dienstag, 5. Juli 2016

Landesgartenschau Bayreuth

Ende Mai war ich für 3 Tage in Bayreuth, um mir die Landesgartenschau anzusehen. Sachsen richtet dieses Jahr keine aus und ich war eindeutig "blümchenunterguckt". Ein Zustand, den ich nur schwer mit mir selber aushalten kann. Also Hühner, Katzen und Garten organisiert und los.
Als erstes steuerte ich die LGS an. Kaufte mir ein Tagesticket, sammelte die jeweiligen ausliegenden Flyer ein und blumenguckte, was das Zeug hielt.
So eine Landesgartenschau hat es nicht einfach. Oft auf der Grünen Wiese oder ehemaligem Industriegelände  innerhalb weniger Jahre aus dem Nichts gestampft, um dann in zukünftigen Jahren ein Erholungsgebiet für die Bevölkerung zu werden. Es ist schon eine gestalterische Herausforderung in so kurzer Zeit.
Ich finde diese Art der Renaturierung durch die Gartenschauen nach wie vor gut und unterstütze dies mit meiner Karte auch nach Kräften.
Abgesehen davon interessiert es mich schon, wohin der Trend geht und wie eventuelle zukünftige Gärten aussehen könnten.
Wo es sich auch immer gut Blümchen gucken lässt,  ist die Grabgestaltung. Nirgendwo bekommt man so viele neu gestaltete Grabstellen zu sehen, wie auf einer Gartenschau.
Für mich sind dies gut durchdachte Minigärten, die sich nicht nur auf dem Friedhof umsetzen lassen. Inspiration pur.

Was ich auch gern mache, wenn ich in aller Ruhe vor mich hinschlendern kann, ist mir die Gartenschau ein 2. Mal anzusehen. Die erste Runde mit und die zweite Runde gegen den Uhrzeigersinn. Es ist erstaunlich, wie anders es aussieht.

Ein paar Impressionen.
Landesgartenschau Bayreuth 2016
Als ich zwischendurch mal verschnaufen musste, blätterte ich mich durch die Flyer und erst da fielen mir die Außenstellen der LGS so richtig ins Auge.  Die Ermitage, das Lustschloss Fantaisie, der Felsengarten Sanspareil und nicht zuletzt der Botanische Garten Bayreuths.
Also auf zum nächsten Programmpunkt. Die Ermitage. Durch einen Auenweg und ein kurzes Stück Jakobsweg mit der LGS verbunden. Die Historie lässt sich hier nachlesen. Herrlich.
Ermitage

Für den nächsten Tag hatte ich mir den Felsengarten und das Lustschloss vorgenommen. Beides wunderschön und die Gartenkunst-Ausstellung im Schloss Fantaisie sehr interessant. Der Eintritt in das Gartenkunst-Museum ist in der Tageskarte der LGS enthalten.
Das ist doch mal
eine Azaleen- und Rhododendronunterpflanzung

Es fehlten nur ab und zu ein paar Sitzgelegenheiten in der Ausstellung, um das Ganze noch ausführlicher betrachten zu können.  So stellte ich oft lächelnd an den Türrahmen gelehnt fest, die Gartengestalter haben auch früher schon alle von einander abgekupfert... ähm, sich inspirieren lassen. Pückler war unter anderem auch da und wenn man die Pläne, Gärten und Parks vergleicht, weiß man, woher es kommt. Die Ausstellung ist wirklich lohnend und sehr zu empfehlen.

Der Abschluss meiner 3-Tage-Tour bildete dann der botanische Garten in Bayreuth. Hier ist das, was den LGS oft fehlt. Alter Baumbestand, gut ausgeschilderte Pflanzen in ihren natürlichen Lebensräumen und Zeit zum Einwachsen. Platz für Kunst ist auch da.

Alles in allem war es eine gute Mischung. Ich war "blümchensattgeguckt", bin inspiriert und habe einiges zum Abkupfern für meinen Garten gesehen;-)



Sonntag, 3. Juli 2016

Gartenbilderpotpourri

einmal quer durch den Garten


Montag, 27. Juni 2016

6/12 Blick


1,2,3 im Sauseschritt, eilt die Zeit, wir eilen mit.... uff, schon wieder Halbzeit.

Der Juniblick

der obligate Blick

der hintere Gartenteil

der Vorvorgarten am Haus

Vorvorgarten 2.Teil

der Vorgarten, immer noch wild
last but not least, der Südweg

Der viele Regen hat den Stauden gut getan. 
Heute ist auch Siebenschläfertag "Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag" will ich mich nicht beschweren. 25° und Schäfchenwolken, herrlich.


Samstag, 25. Juni 2016

Branitzer Park

Vor einem Monat war das Gartenfestival im Park in Cottbus. Ich war vor Jahren schon einmal da und dachte, ich könnte mir es wieder einmal ansehen. Schönes Ambiente, schöne Pflanzen, schönes Essen, schöne Menschen.  Zum Fotos machen hatte ich leider die Hände zu voll. Aber hier gibt es schöne Impressionen. Dem Fürsten hätte es mit Sicherheit gefallen.

Nachdem ich die Hände wieder frei hatte, bin ich noch eine Runde durch den Park gelaufen.
Ich finde, man sieht es, dass es nicht der 1. Park ist, den Pückler anlegte. Muskau ist sehr schön und ganz anders als Branitz. Größer, wuchtiger, imposanter. Dagegen wirkt der Branitzer Park zarter und verspielter, so weit man das überhaupt von einem Park sagen kann.
In Branitz sind m.E. nach sehr viel mehr "Andeutungen über die Landschaftsgärtnerei" eingeflossen. Es ist noch mal ein ganz anderer Schwung dahinter.















Man kann viel darüber schreiben und noch mehr vermuten. Ob es dann richtiger ist, ist die andere Frage. Fakt ist, man muss beide Parks gesehen haben:-)

Sonntag, 19. Juni 2016

Mal kurz ne Baustelle aufgemacht

Wenn man an das Ende des Gartens kommt, teilt er sich kurz vorher. Links ne Hecke, rechts ne Hecke,

in der Mitte stand ne Bank.
Jetzt ist es eine Vase. Die barocken Gärten in der letzten Zeit, (ich war in Bayreuth und Potsdam)  haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Die Bank ist weiter nach rechts gerutscht und gibt einen schönen Blick auf den Schwimmteich.

Auf der  linken Seite war der Wäscheplatz.
Nachdem ich mir vergangenes Jahr eine Wäschespinne leistete, gestaltete ich ihn zum Obstgarten um. Es waren zwei Fliegen mit einer Klappe. Der Weg zum Wäsche aufhängen ist kürzer geworden und meine Johannisbeeren bekommen wieder mehr Sonne und danken es mit reichlich Beeren.

Auf der rechten Seite ist der Schwimmteich. Und irgendwie fehlte mir jetzt ein gescheiter Übergang zu meinem Beerengarten.
Also mal kurz nachgedacht, ungefähr ein dreiviertel Jahr lang, heute die Idee. Ich erweitere einfach meine "Via Regia", die ein Stück am Schwimmteich entlang führt.
die vorhandene Via Regia


Nachgesehen, ob noch Granitsteine übrig sind, ja sind, auch noch 3 Stück, bestens, und los geht's

Die unbefriedigende Ausgangssituation
der Trampelpfad
Steine auslegen, abschreiten
In solchen Momenten  (ab 2:16 min) denke ich immer an Loriot und Eveline Hamann und die Steine sind mit einem Lächeln auf den Lippen gleich viel leichter.
 eingraben
 einschlemmen
Bauabnahme machen lassen;-)

Perfekt, jetzt gibt es ein rundes Bild und ich kann wieder geordnet Blümchen versenken. So mag ich das:-)

Mittwoch, 15. Juni 2016

Tiefschürfende Erkenntnis

Nachdem ich die letzten Tage wegen der offenen Gartentür verschärft Unkraut gejätet habe, -naturnah ist ja ganz gut und schön, aber bisschen Ordnung muss doch sein-, kann ich jetzt sagen

*großer Trommelwirbel*

....wenn es sich leicht aus der Erde ziehen ließ, dann war es das Falsche.....

Die Staude ist in der Hand, das Unkraut noch in der Erde.

Es ist aber noch genug Grün fürs Wochenende da und ich bin mir sicher, bis dahin ist auch das Unkraut wieder nachgewachsen. Es gibt viel zu tun, fangt schon mal an.

Bis dahin;-)

Dienstag, 14. Juni 2016

Staudengärtnerei Augustin

Letztens nutzte ich eine Reise nach Franken, ich war zu der Landesgartenschau in Bayreuth, aber davon einander mal mehr. Jetzt müssen erst meine mitgebrachten Schätze in die Erde und bevor die Etiketten wieder alle im Nirwana verschwinden und ich die Pflanzen mit "ja ähm" anrede, liste ich sie doch lieber hier auf. Woher ich die Pflanzen habe, vergesse ich nicht so schnell wie die Namen. Lange Rede , kurzer Sinn, ich war in der Staudengärtnerei Augustin in Effeltrich. Die Franken sind zu beneiden. Aufmerksam wurde ich auf die Gärtnerei aus der Sendung "Querbeet" vom Bayrischen Fernsehen und wenn ich denn schon mal da bin, dann gehe ich auch hin...... eine schöne Gärtnerei

Ein schöner Schaugarten zum Ideen holen, 




Tröge in allen Varianten und Formen bieten sie auch an

und ein schönes Sortiment, um die Ideen gleich umzusetzen.


Meine Beuteliste:

Althaea cannabina
Amorpha canescens
Bergenia purpurascens 'Wintermärchen'
Catananche caerulae
Crambe cordifolia
Epimedium x youngianum 'Yenomoto'
Heliopsis scabra 'summer nights'
Hemerocallis dumortieri
Iris barb.x elat. 'Gai Luron'
Kalimeris yomena "Shogun"
Papaver orientale 'Beauty of Livermere'
Papaver orientale 'Harlem'
Polygonatum verticillatum ' Rubrum'
Rudbeckia maxima
sowie 
diverse Hauswurze


Wenn er noch ins Auto gepasst hätte, wäre sicher auch dieser Stein mitgereist, hach...



Freitag, 3. Juni 2016

Marlene

ich liebe sie einfach. Für mich ist sie die Schönste. Jedes Jahr könnte ich aufs Neue schwärmen... diese Farbe, diese Erscheinung.Für mich ist sie der tollste Mohn der Welt. Genauer gesagt, des Staudenmohnes, lat. Papaver orientalis.
Angefangen hatte es in der Staudengärtnerei Zeppelin in Laufen, die ich mir vor Jahren ansah. Dort sprangen mir 'Karine' und 'Juliane' in den Einkaufskorb. Beides schöne rosafarbene Auslesen.
Sie sind leider in meinem Garten nicht mehr vertreten. Obwohl Papaver eigentlich(!) nicht tot zu kriegen ist, bei denen hatte ich es geschafft. Überwuchert von höheren Stauden mögen sie nicht so.

Nach einem Blick auf die Homepage der Staudengärtnerei Zeppelin.. ich könnte es ja noch mal mit den beiden probieren... .hm.. entweder, sie haben keine mehr oder sie bieten nur jetzt keine an.. hm.. beobachten... hm

Aber ich habe je noch Marlene


und den gefransten Türkenlouis

und seit dieser Woche noch Beauty of Livermere
sie fiel mir wegen ihrer sehr großen Blüten auf.

Dann sollte ich noch diese haben. Erworben vor einem Jahr auf der Staudenbörse in Berlin.
(Es ist immer gut ein Beweisfoto zu haben;-))
aber von wegen, stattdessen habe ich diese  Namenlose

Der einzige Pluspunkt, sie harmoniert ganz gut mit dem Geum 'Feuerball' links. Nur geplant war das so  nicht.

Dienstag, 24. Mai 2016

5/12 Blick

Der Himmel macht einen auf dicke dunkle Regenwolke...  und was ist?! Nichts. Er schüttet sich woanders aus und bei uns bleibt es trocken. Himmel, Herrgott, so wird das nichts mit der Wunscherfüllung!

Deshalb diesmal einen etwas dunkleren 12tel Blick.


Der obligatorische Blick. 
Die Seidenhühner machen zur Zeit Wanderzirkus und ziehen Stück für Stück mit ihrem Stall durch den Garten. Der Nachwuchshahn ist noch nicht katzenfest. Wenn er größer ist, können sich alle wieder frei im Garten bewegen.Im Moment geht es nur so.

Nachdem ich mir den Aprilblick angesehen hatte, um die gleiche Reihenfolge einzuhalten, war ich selbst erstaunt, was die Vegetation für einen Satz in die Höhe gemacht hat. 
der hintere Gartenteil

der Vorvorgarten direkt am Haus

der VorvorgartenTeil 2

der Vorgarten

der Südweg


und der Blick zum Gemüsegarten


Sonntag, 15. Mai 2016

Regentropfen,die an mein Fenster klopfen

dem aufmerksamen Leser fällt natürlich auf, dass das Lied ein klein wenig anders geht. Aber mir machen die Regentropfen, die an mein Fenster klopfen viel mehr Freude.


Kontinentales Klima ist zum Gärtnern schon nicht schlecht. Es dauert immer etwas länger bis sich das Wetter ändert und wenn es sich umstellt, dann braucht es eben auch ein bisschen länger. Wobei da Spitzen im Temperaturbereich nach oben und unten nicht ausgeschlossen sind.
Da wir aber auch so mittenmang im Kontinent liegen, haben die Tiefdruckgebiete aus Richtung Nordsee oft bis zu uns schon alles von sich gegeben und wir schauen dann nur noch in den blauen, trockenen, strahlenden, meist wolkenlosen Himmel und in die leeren Regenwassertonnen.

Wenn sich aber so ein nettes Tiefdruckgebiet mit viel Wasser aus dem Mittelmeer über dem Riesengebirge eindreht, dann, ja dann gibt's reichlich Wasser für uns von oben.
Ein wunderbares Wetter um anschließend das Unkraut aus den Pflasterfugen zu ziehen. Es ist über den vielen Regen wahrscheinlich so erstaunt, dass es sich fast ohne Widerhalt jäten lässt.

Die Ausbeute nach der Hälfte der Strecke. 

Das Skateboard ist eine echte Arbeitserleichterung. Auf ihm lässt es sich sitzend immer ein Stück weiter rollern und frau rutscht nicht die ganze Zeit auf den Knien oder macht den Entengang.

Zum Schluss noch eine tropfnasse, beinstreckende Pausencollage aus dem Garten



Also, auf geht's zur nächsten Runde, bevor es wieder ganz trocken ist. 
Wenn es nur nicht so weit unten wäre....
 *stöhn*