Freitag, 27. Januar 2017

Bressingham Gardens

Draußen ist die Welt noch weiß und kalt. Also genau richtig für farbige Erinnerungen.

Im Sommer flatterte mir Werbung von Iris Ney ins Haus, in der die Blattgoldreise Ende Oktober angeboten wurde.  Eine Schneeglöckchenreise von ihr hatte ich schon mitgemacht und war begeistert.
Iris hat ein Händchen für die Organisation, sucht schöne Parks und Gärten aus, weiß sehr viel , hat immer ein offenes Ohr für Fragen und in manche Gärten kommt man nur auf Grund ihrer guten Kontakte in England.

Auch das Hotel hat mich gelockt.  In Ipswich, gemütlich, schön und leeeeecker Essen. Irgendjemand hat mal gesagt , man muss sich ein fremdes Land eressen. Derjenige hat so recht und genauso mache ich es auch. Cider  und Grapefruit-jelly sind meine absoluten Favoriten.

Diesmal ging es in Kerpen los. Für mich wieder quer durch die Republik. Die richtige Einstimmung hatte ich schon auf der Autobahn. Links und rechts deutscher "Indiansummer", der Zwischenstop auf der EGA in Erfurt und ich kam schon tiefenentspannt in Kerpen an.
An Gärten war alles vertreten, vom kleinen Privatgarten bis zum herrschaftlichen Park und alle wieder so unterschiedlich. Ich könnte nicht sagen, welcher mir am besten gefallen hat und eigentlich müsste/will ich sie alle zeigen.  So nach und nach wird es werden.
Jede Menge Staudiges gab es in Bressingham Gardens zu sehen. Fange ich mit ihm an.













Fremde Gärten fotografiere ich weniger zur Dokumentation, sondern mehr nach meinen Gesichtspunkten, was mir besonders gefällt, was ich mir merken will und was sich vielleicht in meinem Garten umsetzen lässt.

Ein Fazit aus diesem Garten: Mehr Immergrüne braucht das Land, nein, mein Garten.






Sonntag, 22. Januar 2017

1/12

Die Sonne lacht, nimm Blende 8. Keine Ahnung, ob die alte Fotografenregel noch stimmt. Durch die heutigen Kameras bin ich sehr verwöhnt. Gucken, zielen, ... klick

So sah es jetzt mittags aus.


Bei meiner ersten Fotorunde heute früh lag noch fast alles im Schatten.

Die Fichten an der Südgrenze sind so hoch, dass die Sonne im Winter oft erst mittags in den Garten scheint. Ich find's nicht schlecht. Die Temperatursprünge sind m. E. nicht so hoch, der Schnee bleibt länger liegen, schützt die Pflänzchen, die Knospen knospen nicht gleich bei jedem Sonnenstrahl los und erfrieren dann und der Teich hat sich bis jetzt auch nicht beschwert. So geht es peu a peu. Ganz wie bestellt. Noch ein paar Impressionen.



Achillea filipendulina, standfest, anspruchslos, pflegeleicht, hübsch






Donnerstag, 12. Januar 2017

Stallpflicht

Eigentlich wollte ich in meinem  Blog die Werbung außen vorlassen, aber heute muss ich sie in eigener Sache machen bzw. in der meiner Hühner.

Wir haben seit  dem 14. November 2016 die Stallpflicht in Sachsen und ein Ende ist nicht in Sicht. Bis zum heutigen Tag sind in Sachsen 5 Fälle von dem H5N8 Virus festgestellt worden und dafür wird alles Geflügel landesweit eingesperrt.

Dabei ist noch nicht einmal geklärt, wie genau die Übertragungswege der Vogelgrippe sind. Für mich ist diese Stallpflicht, als wenn man mit einer großen Fliegenklatsche landesweit ein paar Viren totschlagen will.

Das dauerhafte Einsperren bekommt weder den Hühnern, noch dem Halter. Meine überzähligen Hähne und alten Hühner, die ich sonst hätte weiterleben lassen, sind auf Grund der beengten Verhältnisse schon den Weg in den Kochtopf gegangen.Und dabei halten Hühner das Einsperren noch eher aus, als Gänse oder Enten.
Mein volles Mitgefühl aber haben die Geflügelhalter, die sich mit der Biohaltung ihren Lebensunterhalt verdienen müssen. Ich möchte nicht in ihrer Haut bzw.  in dem ihres Geflügels stecken. Von Artenvielfalt und Genpoolerhaltung, die mit der Stallpflicht erschwert wird, rede ich gar nicht erst.

Na lange Rede, kurzer Sinn. Es gibt mittlerweile eine


Fehlen nur noch ein paar Unterschriften. 
Meine Hühner und ich bedanken sich:)

Sonntag, 8. Januar 2017

Some procedure as every year

Nicht Miss Sophie war zum Jahresanfang hier, nein, ich habe es geschafft. Das Wetter hat mitgespielt und das Schilf vom Teich ist seit heute Geschichte. Ha, Hangeln vom Teichrand aus, fällt aus.;)


Von mir aus kann der Winter jetzt den Schnee und die Kälte einpacken und sich auf den Weg ins ewige Eis machen.

Als nächstes schneide ich die Stauden runter. Sie liegen schon kreuz und quer.
Danach sind Apfel-, Kirsch- und Pflaumenbaum dran. Sie wachsen mir buchstäblich über den Kopf und ich finde, im blattlosen Zustand lässt sich leichter beurteilen, welche Äste zuviel sind. Also Winterarbeit.


Über ein wenig Farbe im Garten habe ich mich heute auch gefreut. 
Hamamelis intermedia 'Jelena' trotz der Kälte unverzagt, Rhus typhina dissecta prankt mit weinroten Kolben
und Rosa rugosa lockt mit roten Früchten.

So, und jetzt noch ein letztes Schneebild
und dann hätte ich gern Frühling;)

Sonntag, 1. Januar 2017

Neues Jahr, neue Blüten


Hamamelis intermedia 'Jelena' weiß, was sich gehört und legt pünktlich zum Jahresbeginn los.
So mag ich meinen Garten;-)

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Trübtauber Hain am Musenginst

Mit solchen Sätzen versüsst mir Loriot diese Tage...

Heute wollte es gar nicht hell werden und Raureifbilder gibt's genug. Also habe ich mich gleich in trübtauben, nein, in Dämmerungsbildern versucht. Mal wieder hellbraun, mittelbraun, dunkelbraun und ein bisschen grün.

Die farbigen Äste kommen erst jetzt so richtig zur Geltung. Der Orange ist Cornus 'Midwinter fire'. Nach einigen Jahren nimmt er jetzt Schwung auf. Es wird sicher noch dauern, bis er mir über den Kopf wächst. Der Schnellste ist er nicht gerade.
Wenn es passt, fange ich in den nächsten Wochen mit dem Staudenrückschnitt an. Der letzte Sturm hat die Miscanthen gut durchgefegt und die Blätter im gesamten Garten verteilt.



Die Nummer mit dem jährlichen Schilfschnitt steht auch noch aus. Dafür bräuchte ich es noch mal ein bisschen kalt.






Aber dann, kann von mir aus sofort Frühling werden und die Stallpflicht endlich aufgehoben werden. Es nervt nicht nur die Hühner.....

Dienstag, 20. Dezember 2016

12/12

Nix mit Schnee. Grüne Weihnachten sind uns angekündigt. Also dachte ich mir, mache ich den 12tel Blick heute. Wieder im Raureif. Ein bisschen nach Dezember soll es ja auch aussehen. Hell-, mittel- und dunkelmatschbraune Ansichten gibt es noch lange genug.

Der alte Apfelbaum trägt schon seine Sommerfrisur. Ich habe mir zu Weihnachten vorfristig eine Niwaki-Leiter geschenkt, ausgepackt und natürlich sofort ausprobiert. Vorsichtshalber, nicht das es nach Weihnachten monatelang Frost gibt. Nicht auszudenken. Die Leiter ist jedenfalls ein Traum.

Sonntag, 4. Dezember 2016

Dezemberreif

war der Garten heute morgen wieder. Für mich wirkt er dann immer wie verzaubert.  Die Farben so ganz anders als sonst, so sanft, verhalten, als ob jemand mit einem weißen Stift die Konturen nachgezogen hätte und kein Hinweis darauf, wie kalt die Finger beim Fotografieren werden können. 
Aber dafür hat der liebe Gott ja auch die Handschuhe erfunden. Also jetzt hier wieder ein paar eiskalte Garteneindrücke.














Was bin ich froh, dass ich die Stauden noch nicht runtergeschnitten habe. 
Und so sieht das Ganze aus, wenn langsam die Sonne rauskommt.

Montag, 21. November 2016

Die Novembersonne


lockte nicht nur mich heute noch mal in den Garten. 



Bis auf die Herbstkrokusse blüht eigentlich nichts mehr. Die letzten Rosenblüten hat der Raureif vorherige Woche dahin gerafft.
Dafür fängt sich das Licht so herrlich in den Samenständen, als wären 100 kleine Sonnen unterwegs.




In diesen Momenten liebe ich meine nicht runtergeschnittenen Beete.




Bisher hatte ich auch keine Probleme, das sich etwas über Gebühr ausgesamt hätte.
Vereinzelt kommen ein paar Miscanthus- und Asternsämlinge hoch. Sie lassen sich gut entfernen, wenn sie mir nicht gefallen sollten, ein Vorteil unseres sandigen Bodens. Ansonsten haben sie Platzhalterfunktion bis mir eine schönere Staude über den Weg läuft und natürlich hoffe ich auch ganz uneigennützig , dass ein Großteil der Samen durch den Wind oder in Vogelmägen  aus dem Garten wandert;)

Ein ernstes Wort muss ich mit dem  Rhus typhina dissecta sprechen. Ihn hatte ich eigentlich wegen des Habitus, der Laubfärbung und der geringeren Ausläuferneigung gepflanzt. Die Betonung liegt wieder mal auf eigentlich. Seit einigen Jahren vertrocknet das Laub schön langsam grün am Ast, Ausläufer schafft er reichlich und wächst mehr in die Breite statt hoch. Nächstes Jahr sehe ich mir das noch an, wenn sich nichts ändert, fliegt er raus. Jawoll, ja.





Freitag, 11. November 2016

11/12 Blick

Der vorletzte Blick diesen Jahres. Novembergrau mit Schneeflocken.Wo ist der Augenrollsmilie?
Agave, Oleander, Agapanthus und Co sind jetzt endgültig in ihr Winterquartier gezogen. Die Wochen vorher hatte ich sie nur alle nah ans Haus gerückt und ihnen noch ein bisschen länger Frischluft gegönnt. Und weil ich gerade so schön am Einräumen war, habe ich dem Baumarkt bei uns um die Ecke auch geholfen und ihm einen Clerodendron ugandense abgekauft. Ich wollte meine Augen nicht trauen, als ich ihn dort stehen sah. In die Blüten hatte ich mich im Sommer im botanischen Garten Berlin verliebt und sofort auf meine Habenwillachwasmuss-Liste gesetzt.

Es klappt schon ab und zu mit den Wünschen ans Universum. Jetzt müssen wir beide nur noch über den Winter kommen. Ich bin zuversichtlich :)