Samstag, 27. Februar 2016

Auf die letzten Tage

gibt der Februar noch mal alles. Hatte ich mich Anfang des Monats schon an das warme Wetter gewöhnt und wie wild im Garten losgewühlt, fielen die letzten Tage zwischen durch mal Schneeflocken so groß wie Handteller.
Heute Nacht liess der klare Himmel es dann wieder eisig sein und so gibt es zum meteorologischen Winterausklang noch ein paar verfrorene Garteneindrücke .Völlig unverfroren.
Unser Eingangsbereich zum Hof

Der Blick nach hinten

Der Schwimmteich
Hier hatte ich die Rosenspieren vor der Rosa multiflora auf den Stock gesetzt, weil sie mir zu mächtig wurden. Jetzt gefällt mir der lichte An-/Durchblick besser als vorher. Mal sehen, was ich da mache
Der Vorvorgarten

Poa labillardieri hält in unserer Kälte gut aus.
Noch habe ich nicht alles runtergeschnitten. Ich finde die Samenstände im Sonnenlicht immer wieder faszinierend. Hier ist es die Nachtkerze, die ich aussamen lasse und nur an Stellen jäte, an denen sie mir nicht passt. Dem Epimedium gebe ich mit seinem bunten Laub auch noch Zeit, es schützt die Blütenstände vor der Kälte.

Ansonsten ist der Garten immer wieder für eine Überraschung gut.


 Meine kleinen Schweizer blühen. Sie bekam ich vor Jahren geschenkt, als ich die Schweizer Wiesen im Frühjahr bewunderte, die über und über mit Primeln voll waren. Eigentlich ist es ihnen bei uns nicht kalkhaltig genug. Aber, es sind eben doch kleine Kämpfernaturen. Weiter so;-)

Und noch was stelle ich in jedem Frühjahr fest. Ich brauche mehr Frühlingsblüher. Im Herbst ist der Garten so voll, dass ich nicht weiß, wohin damit, aber im Frühjahr fehlen sie mir. 
Memo an mich, das muss sich ändern! und schicke mich jetzt mit bunten Platzhaltern durch den Garten, die ich im Herbst wiederfinde und dann wird gesteckt. Nächstes Mal wird alles besser.


Sonntag, 7. Februar 2016

Der Stauden- und Gehölzrückschnitt

ist in vollem Gange.
Die Hamamelis blühen. Cornus mas hat auch schon ganz dicke Knospen

Die Frühjahrsblüher machen sich schon ganz lang.  Etliches erledige ich beim Staudenschnitt gleich mit der elektrischen Heckenschere. Aber an vielen Stellen geht es nur mit der Staudensichel oder der Schere und spätestens in diesem Moment schwöre ich mir jedes Jahr aus Neue, dass ich kein weiteres Beet mehr anlegen werde.
Aber dieses Jahr ist alles anders. Ich bin den inneren Stimmen dankbar, dass sie mir keine Ruhe liessen und ich vor knapp zwei Wochen mit Jillian Michaels "Schlank in 30 Tagen" anfing.  Mit dem Schlankwerden klappt es zwar noch nicht so richtig, aber ich habe eine Rücken- und Beinmuskulatur aufgebaut, die mich selbst vor Neid erblassen lässt.
Bin ich die Jahre vorher nach 2-3 Tagen Staudenrückschnitt nur im rechten Winkel wieder aus dem Garten gekommen, lässt es mich jetzt fast beschwingt nach der Haustür greifen.
alles runter, jetzt nur noch harken
Es geht doch nichts über eine optimale Vorbereitung nach der Winterruhe;-)


Noch paar Kleinigkeiten
Die Puschkinien sind bei mir oft die ersten Blüten.

Galanthus Sam Arnott (groß)und Galanthus nivalis

der erste Krokus

Sonntag, 24. Januar 2016

1/12 Blick und ein paar Vorsätze

Ich finde es ganz interessant, wie sich der Blick im Laufe des Jahres verändert und es tat mir mit der Zeit schon fast leid, dass ich nur einen Blickwinkel nahm. Deshalb ab diesem Jahr der Bewährte und noch ein paar andere dazu.

Auch welche, die nicht das ganze Jahr über gut aussehen, um mir selbst immer mal wieder einen Schubs zu geben.

Nicht ganz so zufrieden bin ich mit mein Vorvorgarten. Richtig in Schwung kommt er erst im Hochsommer. Vorher, naja.

Der Vorgarten steht eh mit einer Renovierung an. Also dokumentarisch

Der Südweg. Bei ihm will ich erreichen, dass er einladend offen ist, den Blick aber nicht zum Nachbarn lenkt und trotzdem einen Sichtschutz bildet.
Ihn hatte ich hauptsächlich mit sehr trockenheitsverträglichen Stauden bepflanzt, weil Süden und aufheizende Mauer im Rücken. Aber das Nachbardach versorgt ihn so gut mit Regenwasser, dass die Trockenheitsfanatiker im wahrsten Sinne des Wortes ersaufen. Auch hier will ich im Laufe des Jahres bisschen umräumen.

Zum Schluss noch mein Gemüsegarten. Vorsichtshalber bisschen von fern;-). Stauden kann ja jeder, aber Gemüse finde ich schwierig.



Samstag, 9. Januar 2016

Geschafft, Teich gefegt

na fast, gemäht und geharkt. So sieht das Ganze anschließend aus. Das Vorher-Bild hatte ich schon hier gezeigt....

 ...danach Teichweite ohne Schilf. Im Hintergrund Nachbars kopflose Blaufichte.Ich bin jedes Mal auf's Neue verblüfft, wie groß der Teich eigentlich ist und wie sehr er im Sommer zuwächst.

Nachdem ich einmal das Schilf mit gaaanz langen Armen vom Rand herunter schneiden konnte, weil ich es nicht rechtzeitig bei Eis geschafft hatte, ist dies meine wichtigste Winterarbeit. Seitdem bin ich wie der Teufel hinter der Seele her, lasse das Thermometer und den Teich nicht aus den Augen. Sobald ich mir sicher sein kann, dass das Eis mich trägt, wird gemäht. Komme, was da wolle.
Die Arbeitsersparnis ist ungemein und der Rücken dankt es.
Abgesehen davon macht es Spaß. Es hat sowas elegant dahingleitendes. Wusch, zisch, wusch, zisch. Danach noch meditatives Zusammenharken, den Schilfberg  am Ufer deponieren und jetzt nur noch auf den Harkenstiel gestützt das eigene Werk bewundern. Herz, was will'ste mehr?!
Was wäre dagegen stundenlanges unelegantes am Rand entlang Gehangel, ständig Gefahr laufend, dass die erste Wasserberührung die Nase macht. Nein, danke.
Heute taut es wie verrückt. Alles richtig gemacht. Jetzt kann es Frühling werden.

In den nächsten trockenen Tagen schreddere ich den Berg und verteile den Mulch auf den Beeten. Bisher hatte ich keine Probleme mit Selbstaussaat. Dafür ist es in den Beeten wohl zu trocken.


Samstag, 2. Januar 2016

Eiskalter Jahresbeginn

der 2. Tag im Januar und er, auch Eismonat genannt, macht seinem Namen schon alle Ehre. Der Wind weht so eisig von Osten, dass in kürzester Zeit Finger und Nase knallrot sind.
Frau weiß gar nicht, was sie als erstes machen soll, Hände wärmen, Fotos, Hühnerfutter nicht fallen lassen oder die Hühner gleich in den Stall scheuchen.

Es werden nur ganz schnelle Schneegriselbilder. 


Nr1. hatte es begriffen, dass es im Stall viel wärmer ist. 


Der Rest ließ sich mit Körnern überzeugen, den Heimweg anzutreten.

Auch ein schneller Blick zeigt, es ist noch Farbe im Garten. Die Berberitzenfrüchte leuchten um die Wette.

Der Cornus sanguinea 'midwinter fire' zeigt seine orange Rinde. 

Ich hoffe auf ein noch größeres Farbspiel, wenn er ein wenig breiter ist. Einfach hat er es bei mir nicht. 3x ist er schon umgezogen . Immer näher ans Haus heran, damit ich im Winter vom Fenster aus sehen kann. Jetzt bleibt er dort und kann sich ausbreiten. Im Sommer ist er eher unscheinbar mit seinen hellen Blättern.

Hamamelis Jelena zeigt als erste von meinen Zaubernüssen Blüten.

Virburnum bodnantense 'Dawn' trägt rosa.


Ansonsten.. still ruht der See, der Strand verlassen. Jetzt hoffe ich, dass es kalt bleibt, damit das Eis mich beim Schilf mähen tragen kann. Es erleichtert die Arbeit ungemein.






Donnerstag, 24. Dezember 2015

12/12 Blick

Das Jahr ist so gut wie rum. Zeit für den 12/12 Blick.  Der Moment war heute morgen  als sich die Sonne zaghaft über die Fichtenwipfel des Nachbargrundstückes schob.


Es gibt hier übrigens eine geniale Seite, auf der man den Sonnenverlauf über's Jahr beobachten kann. Adresse und Datum eingeben und staunen;-)
Ich fand z.B. die Schattenlänge beeindruckend. Sind es jetzt 3,80m und dies in der Mittagszeit(!), so war sie vor genau einem halben Jahr nur 0.66m. Das macht gefühlt ja noch viel mehr Schatten.
Aber ich bin froh, dass der Garten in der kalten Jahreszeit so lange im Schatten liegt. Da bleiben die Frühjahrsblüher hübsch artig in der Erde und stecken ihre Köpfe nicht vorschnell in die Höhe. Bei diesen Temperaturen eine echte Versuchung. Es juckt ja selber in den (Garten)Fingern.
Ich bin mir sicher, das dicke frostigkalte  Ende kommt noch. Der Winter hat gerade erst angefangen. Also stillhalten, genießen und nur planend durch den Garten schlendern.

Allen frohe grüne Weihnachten!

Samstag, 28. November 2015

Wochenendraureif

und damit endlich mal Zeit ihn auch bildtechnisch festzuhalten. Das ist der Grund, neben meinem großen Herz für kleine Krabbeltiere und der Herbstträgheit, warum ich die Stauden erst im späten Winter herunterschneide.
Das Dreiecksbeet noch im Schatten 

Die zackigen Samenstände gehören zu dem großen Plattährengras (Chasmanthium latifolium). Angeblich soll es sich sehr aussamen. Ich habe bis jetzt keine Sämlinge gefunden. Vielleicht ist es dafür zu trocken bei uns.

Ein prachtvolles Blatt zeigt immer noch mein kleiner Säulenamberbaum (Liquidambar styraciflua Slender silhouette) Er tut sich schwer bei mir. So richtig wachsen will er nicht. Den ersten Winter war er ganz erfroren. Dann trieb er aus der Unterlage wieder aus. Jetzt hoffe ich, dass er nicht aufgeproft oder veredelt ist und weiterhin schmal nach oben wächst. Ich hoffe auf ein 15m hohes, 2m breites prachtvolles Ausrufezeichen und rede ihm immer gut zu, wenn ich an ihm vorbeilaufe.

Gleich daneben ist der Schildkrötenteich mit den Bergenien. Sie gehören auch in die Kategorie frei nach Loriot "ein Leben ohne Bergenien ist möglich, aber sinnlos". Ich habe angefangen, sie zu sammeln. So ein paar nette unkomplizierte Pflanzen.


Durch die hohen Fichten im Süden, tut sich die Sonne schwer im Winter. Aber wenn sie dann über den Spitzen ist, funkelt und gleißt es nur so in den Grashalmen. Allerdings ist dann auch der Raureif weg.
Es ist wie so oft im Leben, frau kann nicht alles haben;-).

Sonntag, 22. November 2015

11/12 Blick

noch schnell ein herbstlicher Blick, bevor der Schnee kommt.


Einige sagen es wird ein langer kalter Winter, die anderen sagen das Gegenteil oder rezitieren Bauernweisheiten. Mir fällt in dem Moment immer nur der doofe Spruch ein "Steht im November noch das Korn, ist es wohl vergessen wor'n.";-) . Warten wir es ab, wie es wird. Ändern lässt es sich eh nicht.

Der einzige, der zur Zeit frustriert ist, ist der Seidenhuhnhahn. 

 Keiner hört auf ihn oder folgt seinem Rufen.
Seine 3 Hennen sind der Meinung jetzt brüten zu müssen -ohne Eier- und bewegen sich nicht mehr aus der Kiste. Da können die Walnüsse noch so lecker sein. Nichts, drinnen ist es gemütlicher.

Sonntag, 8. November 2015

Novemberstrauß

für einen lieben Menschen bin ich jetzt plündernd durch den Garten, um diesen Strauß aus den letzten Astern, Hagebutten, Pennisetum, Panicum, Plattährengras, Hartriegel, Schneebeeren, dem Samenstand vom Meerlavendel und Epimediumblättern zu binden. 

Alles Gute, M!

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Oktobernebel

Die letzten Tage geben wettertechnisch noch mal alles. Heute morgen lockte mich der Hochnebel endgültig aus dem Haus.
Leider merkte ich erst beim Überspielen der Bilder, dass sich die Einstellung der Kamera in der Bildauflösung verstellt hatte.
Deshalb nur dies eine. Es zeigt meine Eselsbrücke zum Zeit umstellen;-). 
Im Frühjahr kommen die Stühle vor's Haus und im Herbst zurück ins Haus. 

Aber etwas ist doch noch geworden. Meine "Asternauslese". Die meisten fallen namenmäßig wieder unter die "ja,ähm-Fraktion" -Namen merke ich mir doch glatt, brauche ich nicht aufschreiben- von wegen.*schäm*
'Violetta' war mal dabei(dunkellila), die kleinen Blüten gehören zur waagerechten Herbstaster (Aster lateriflorus var. horizontalis 'Lady in Black'), die Samenstände zu Aster divaricatus. Und dann hört es auch schon auf. Die helllilanen sind Aster dumosus, sie habe ich von unseren Vorbesitzern übernommen. Die großblütige hellblaue rettete ich namenlos aus dem Hühnergarten. Die rosanen sind Sämlinge von "Alma Pötschke".Die weiße große ist eine Scheinaster (Boltonia asteroides)und gehört wahrscheinlich nicht zu den Astern. Aber sie blüht und blüht und blüht. Ich mag sie.


Die nächsten Tage sollen schön bleiben, da reicht es bestimmt zu weiteren Gartenbildern.

Samstag, 24. Oktober 2015

10/12 Blick



Es heißt nicht umsonst goldener Oktober, eine schöne Jahreszeit.

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Auf dem Weg ins Winterquartier

;-)
Die beiden Gräserhalme gehören zu Calamagrostis brachytricha, ein tolles Gras. Ich habe es voriges Jahr gepflanzt und bin gespannt, wie es sich weiter entwickelt.

Sonntag, 18. Oktober 2015

Der Herbst steht auf der Leiter

"...und malt die Blätter an, ein lust'ger Waldarbeiter, ein froher Malersmann...." fängt ein Gedicht von Peter Hacks an. Vertont wurde es auch und so kann man es bei Bedarf vor sich hinträllern.
Mir kommt es jetzt öfters in den Sinn, wenn ich durch den Garten gehe "...er kleckst und pinselt fleißig..."
Im Oktober hat der Garten eindeutig mehr Farbe, als im Frühling oder Sommer. Die Gelb-, Orange- und Rottöne harmonieren wunderbar und übernehmen langsam die Oberhand.
der Südweg mit sich in Weg werfenden Meerlavendel
(Limonium latifolium)

Euonymus alata als Hochstämmchen vor Miscanthus Malepartus

färbender Hamamelisstrauch mit Hemerocallis

Neben den Sträuchern und Bäumen gibt es auch unter den Stauden tolle Laubfärber.  Miscanthus, Hemerocallis, Geranium und Paeonien machen schon was her.

Geranium magnificum

Aster novae-angliae

Das ist auch der Moment in dem der Schneefelberich (Lysimachia clethroides) jedes Jahr auf neue seine Daseinsberechtigung unter Beweis stellt. Im Sommer hängt er öfter schlapp herum und steht kurz vor dem Rauswurf, aber im Herbst bekommt er doch wieder ein Bleiberecht.
Lysimachia clethroides

Ich werde ihm im Frühjahr ein schattigeres Plätzchen einräumen. Dann hat auch der Buchs wieder mehr Platz.