Dienstag, 2. August 2016

Spätsommer

ist es laut Phänologischem Kalender, wenn die Herbstanemonen blühen.
 Dabei komme ich mir wie im Hochsommer vor. Hoch im wahrsten Sinne des Wortes und dies ist auch der Moment, in dem mir der Garten jährlich über den Kopf wächst.

Nichts hält sich mehr an einen Plan. Die Hecken wachsen in alle Himmelsrichtungen, der Pflaumenbaum entledigt sich ganzer Äste, ob der vielen Früchte. Der Meerlavendel wirft sich einem komplett in den Weg.


Stipa calamagrostis kennt kein Halten mehr, macht selbst die dicke Fetthenne platt.


Dem geschlitzblättrigen Essigbaum hat auch keiner gesagt, dass er eigentlich nicht wuchert.

Die Schleimer nutzen die Wärme und Feuchtigkeit und geben alles.

Wenn frau sich zeitgleich noch durch ein Buch namens "Niwaki" liest( toll, übrigens), erscheint das Chaos erst richtig perfekt. Himmel, wo setze ich nur als erstes die Schere an, um wieder Ordnung rein zu bringen. Aber.....

ich weiß genau, es kommen auch wieder ruhigere Tage und Geduld ist die Tugend des Gärtners.

Also bleibt die Schere in der Tasche, lasse ich Seele und Füsse baumeln und schaue den  Pflanzen beim Wachsen und den Bienen und Schmetterlingen zu.

Kommentare:

  1. Hallo Ute,
    also, meine sogenannten Herbst-Anemonen gehen jedes Jahr vor und blühen ab Juli. Warum heißen die bloß so? ;-)
    Schön ist das Bild mit dem Distelfalter auf Kugeldistel. Jetzt habe ich schon länger keine Distelfalter mehr gesehen hier.
    Danke für deinen beruhigenden Kommentar mit dem Fenchel und den Schnecken. Einige Blätter sind durchaus mal überschleimt, aber nicht gefressen worden. Andere sind am Stängel durchgebissen, das kann aber auch eine Maus gemacht haben, warum soll denen der Fenchel nicht auch schmecken?
    Schönen Sonntag!
    Elke

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  2. Hallo Ute,
    so geht es mir auch um diese Jahreszeit.
    Ich könnte den ganzen Tag mit der Schere herumlaufen und zurückschneiden was das Zeug hält.
    Der ganze Garten wirkt etwas ungepflegt und wüst. Jedes Jahr aufs neue. Und weil ich der ganzen Sache gerade nicht Herr werde, gehe ich lieber wandern.

    Das obere Foto mit den Agapanthus gefällt mir ganz besonders.
    Viele Grüße,
    Anette

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