Sonntag, 23. April 2017

4/12 Blick

April, April.... mal Regen und mal Sonnenschein, dann hagelt's wieder obendrein. Gerade heute, zeigt er alles, was er kann. Wie aus dem Bilderbuch und ich finde es gut so. Der Sommer wird noch lange heiß genug.
 Die Regentonnen sind voll. Die Erde ist nass. Alles ist sattgrün und es hat trotzdem zum Rasenmähen gereicht. Gärtnerherz, was willst du mehr.

Der Rest ist quietschbunt. Ich bewundere Gärten, die monochrom gepflanzt sind. Ich bekomme so was nicht hin, 1. weil ich mich für keine Farbe entscheiden kann. Und 2., ich mag gelb, ich mag orange, rot etc. Vielleicht schaffe ich es mal, das die Farben über's Jahr wechseln, im Sommer die kühlen Farben vorherrschen und erst im Herbst die warmen Farben wieder die Macht übernehmen. Aber dann bringt mich bestimmt irgendeine Habenmuss-Pflanze wieder aus dem Konzept.
Ein Blick rechts vom Walnusbaum. Auf der Wiese habe ich die Reste des Kompostes verteilt. Für die Beete ist er mir zu unkrautlastig. In der Wiese können sich die Unkräuter gern mit dem Gras messen.
Amelanchier alnifolia 'Obelisk' ist mir erst dieses Frühjahr so richtig aufgefallen. Ihn habe ich hauptsächlich wegen der schmalen Silhouette am Südweg gepflanzt und dann auch gleich noch 3x. Wegen der Wiederholung. Stand in irgendeinem Gartenbuch. Das war 2011.
Dieses Jahr blühen sie das erste Mal so richtig zum Hinsehen. Die Laubfärbung im Herbst ist nicht so toll, wie bei anderen Felsenbirnen. Eher so ein gelbbraun. Ich hatte mir insgesamt mehr von ihnen versprochen. Jetzt können sie zusätzlich Clematissen Halt geben.

Der Vorvorgarten nimmt auch langsam Schwung auf. Nur mit der geballten Ladung Frühjahrsblüher geht es bei dem lehmigen Boden nicht so recht. Die Narzissen sind mir alle verfault. Krokusse mögen den Boden auch nicht so recht und tun sich schwer.


Nur ein paar Wildtulpen und Muscari halten aus und werden langsam mehr.

Bisschen monochrom kann ich doch. Narzissen und Epimedium 'Frohnleiten' sind eine schöne Mischung.
Allerdings sollte das Epimedium vorn stehen. Ansonsten gehen sie in den Narzissen glatt unter.

Dann wäre noch bisschen Restgarten in bunt.



 und ein Blick zurück

 Mein Hamamelisbeet
Dies ist übrigens das Laub von Sanguinaria canadensis. Ich kann immer noch von der Pflanze schwärmen. Ansonsten ist die Badesaison eröffnet.

Natürlich erstmal nur im kleinen;)

Dienstag, 11. April 2017

Hochfrühling

ist es, wenn Forsythie und Buschwindröschen blühen. Die Forsythien haben bis auf einen Strauch, der eingequetscht zwischen einer Thuja und einem Virburnum steht, meinen Garten verlassen. An ihrer Stelle kann sich jetzt Cornus mas im Garten breit machen. Blüht auch gelb, bisschen eher und nicht ganz so quietsch , bietet dafür im Gegensatz zur Forsythie den Bienen noch jede Menge Nahrung und mir dann im Herbst die Kornelkirschen. Sozusagen eine Winwin-Situation, außer für die Forsythie.

Bei dem warmen Wetter zur Zeit geht alles rasend schnell.
Meine Lieblingsfrühjahrsblume ist schon fast verblüht. Hinter ihr, Heinz, der alte Seidenhuhnhahn, der lieber mir gelangweilt beim Fotografieren und Arbeiten zusieht. Seine Hennen sind alle am Brüten und verlassen das Nest nicht. (Einfach kein Timing diese Hühner, jetzt wo die Stallpflicht aufgehoben ist, hocken sie freiwillig drinnen.)

Sanguinaria canadensis

Die Epimediums legen auch los. Hier mal wieder eine namenlose Variante, die wunderbar mit dem Austrieb von Aruncus 'Horatio' harmoniert.


Neben einigen namenlosen Bergenien macht 'Frau Holle' mit weißen Blüten auf sich aufmerksam. Für den abgefressenen Blattrand sorgt der Dickmaulrüssler. Manchmal muss frau für einen naturnahen Garten Abstriche machen. Ich hoffe, das die Hühner nach ihrem Brutgeschäft dem Rüssler wieder mehr Einhalt gebieten.
Bergenia 'Frau Holle'




Einen schönen Blattaustrieb zeigt auch Caragena jubata, der Mähnenerbsenstrauch.


 

Und last but not least, die Säulenvase steht wieder gerade, nachdem sie im Winter leicht die Haltung verlor.