Samstag, 18. August 2018

Himalaya-Garten

Dieses Jahr führte mich meine persönliche Blümchenreise unter anderem in den Himalaya-Garten in Wiesent bei Regensburg. Ich hatte ihn schon voriges Jahr auf dem Plan, nur passten da die Öffnungszeiten nicht mit meiner Terminplanung und "so kurz um die Ecke für mal eben zwischen durch" liegt er ja auch nicht von uns. Also Schwung geholt und dieses Jahr auf ein Neues den Besuch geplant.

Und was soll ich sagen, es ist wirklich ein Jammer, dass er nicht bei uns um die Ecke ist. Wäre er dies, wäre ich sicher öfter da.
Mit einem Besuch lässt sich der Garten nicht erfassen. Die Bepflanzung ist genial. Eine wunderbare Mischung aus einheimischen und exotischen Pflanzen und so gekonnt gestaltet, dass es nach fast keiner Arbeit aussieht.
Die diesjährige Trockenheit hat dem Garten auch zugesetzt und trotzdem ist er großartig.










Die Hitze war vergessen und ich lief mit großen Augen staunend durch die Anlage. Ich kann gar nicht sagen, was mir am besten gefallen hat. Am Eindrucksvollsten für mich war mit Sicherheit der Südhang unter dem Thema "Brücken verbinden".  Hier staute sich die Hitze regelrecht, die Sonne flirrte und trotzdem oder gerade deshalb sah der Teil des Garten besonders gut aus.

















Ein Ort der Inspiration und Glückseligkeit für mich, danke:)

Montag, 30. Juli 2018

7/12

7. Monat, vorletzter Tag. 
Ein Blick in den noch relativ kühlen Morgen. Die Hitze der letzten Tage hat ihre Spuren hinterlassen. Der Sommer ist in diesem Jahr mit dem Bräunen der Pflanzen, man könnte auch Vertrocknen sagen, schneller. Die Wiese hinter dem Querbeet ist komplett braun. Wenn ich nicht wüßte, dass sie sich wieder erholt, würde ich Panik schieben. Aber so bleibe ich relativ entspannt.
Die Pflanzen in den Beeten dagegen halten sich gut und trotzdem werde ich in nächster Zeit einiges anders gestalten. Die Schatten der Bäume und Sträucher verändern über die Jahre die Gartenbereiche. Was vor einiger Zeit noch komplett sonnig war, wird jetzt überschattet. 


Damit ist Pflanzenroulette angesagt, jetzt nur noch die Hitze am Strand aussitzen und dann geht's los, sofort;) 


Sonntag, 1. Juli 2018

Rückblick Juni

Als ich gestern das Foto für den 12tel Blick einstellte, fiel mir auf, dass es der einzigste Post im ganzen Monat war. Dabei ist gerade im Juni soviel los.
Die erste Woche hockte ich in Vorbereitung auf den offenen Garten die meiste Zeit auf den Pflasterfugen und zog Unkraut aus selbigem. Meine Philosophie von Ying und Yang. Sind die Wege sauber, können die Beete ruhig ein bißchen wilder sein.
Dann war er auch schon da, der Tag der offenen Gartentür. Mittlerweile bin ich an diesem Tag tiefenentspannt. Es macht Spaß den Garten zu zeigen, garteninteressierte Besucher kennen zu lernen, zu fachsimpeln und natürlich jede Menge Lob zu kassieren;).

Anbei ein paar Impressionen durch den ganzen Monat. 
Es herrschte reichlich Flugbetrieb.





 Mein hochgewachsener roter Perückenstrauch litt an der Verticillium-Welke. Ich verabschiedete mich schon innerlich von ihm, schnitt ihn massiv runter und siehe da, er trieb aus wie verrückt.
Ein Beweis für den Gärtner-Spruch."Hartes Herz und scharfe Schere" 
 Melica ciliata, sonst ein übler Versamer, aber in unserer Trockenwüste relativ zahm
 Der Südweg. Er wird durch die größer werdenden Eiben immer schattiger. 
 Einer der vielen Phloxsämlinge
 Meine "via regia"
 Der Schwimmteich

 Das Dreiecksbeet von hinten
und die Taglilien legen los.
Arbeit gibt es immer wieder

 Zum Schluß ein Blick über den Gartenzaun. 
Stipa gigantea trotzte den Minusgraden im März




Samstag, 30. Juni 2018

6/12

Die Zeit rast, jetzt ist der Juni auch schon wieder fast Geschichte. Genau auf den letzten Tag heute der Monatsblick, eben geschossen. Sozusagen noch ganz warm und ein bisschen frisch von der Nacht.
Durch den Schatten des Walnussbaumes ist der Rasen hier noch relativ grün,an anderen Stellen im Garten überwiegt mittlerweile steppengelb und ich denke verstärkt über lilablühende Pflanzen als Komplimentärpartner nach. ;-/

Donnerstag, 31. Mai 2018

5/12

Es klappt doch immer wieder.
Frau füllt die Regentonnen mit Leitungswasser, weil ratzekahl leer, putzt die Fenster und der ganz große Schauer kommt. Diesmal der Garten zum Monatsende frischgeduscht -40l/m² in 2h- und damit wieder grün.

Donnerstag, 3. Mai 2018

Der Kromlauer Park

Um meine Fitness zu verbessern, laufe ich von Zeit zu Zeit durch den Wald an  vollgelaufenen Ton- und Kohlegruben vorbei Richtung  Kromlau in den dortigen Rhododendronpark.
Der damalige Gutsbesitzer begann ihn ab 1844 neben seinem Schloss anzulegen, tat es damit dem tapferen Schneiderlein nach, und schlug gleich mehrere Fliegen mit einem Schlag.
Im Muskauer Faltenbogen, der während der letzten Eiszeit entstand, drückte es an einigen Stellen in unserer Gegend die Kohleflöze relativ weit nach oben.
An diesen Stellen ist der Boden so sauer und mager, dass außer Heidekraut, Kiefern, Buchen, Birken und Eichen nicht viel anderes wächst.
Einer dieser sauren, oberflächlichen Verhältnisse herrscht in Kromlau südlich des Schlosses und ist somit ideal für Rhodendron- und Azaleenanpflanzungen, welche der Gutsbesitzer großflächig vornehmen ließ.
Genaueres lässt sich hier über Park und Flora nachlesen.
Rhododendron luteum ist einer der ersten und fängt jetzt an zu blühen. Der Duft der mannshohen Sträuchern ist umwerfend und erfüllt den ganzen Park.


Mir gefällt besonders der Kontrast zwischen den Rhododendren und den Kiefern.

In der Nähe des Schlosses sind noch einige botanische Kostbarkeiten aufgepflanzt.


Aber auch der waldige Teil des Parkes mit seinen alten Bäumen ist wunderschön.



Ganz ohne Bohei ging es schon damals nicht und deshalb wurden aus dem Böhmischen Basaltsäulen herangeholt und in den Park integriert.

Das auffälligste Bauwerk ist die Rakotzbrücke. Wenn der See voll ist, erscheint sie als Kreis, als Tor zu einer anderen Welt.