Sonntag, 14. Oktober 2018

Goldener Oktober

Der Monat macht bei uns wieder seinem Namen alle Ehre. Die Sonne steht so tief, daß die Farben leuchten und braun  zu Gold verwandelt wird. In dem Moment ist der Spaten aus der Hand gestellt und die Kamera in selbige genommen.
Normalerweise mache ich im Oktober nicht mehr viel im Garten, lasse das Jahr nur noch ausschleichen und freue mich an dem Licht.
Aber dieses Jahr ist irgendwie  anders. Der heiße, trockende und windige August war lähmend. Nur der Buchsbaumzünsler fühlte sich raupenwohl, entpuppte sich und gab alles. Dementsprechend sieht der Buchs aus. Noch überlege ich, ob ich ihn komplett entferne oder mir das Spritzen antue.

Vieles habe ich schon auf Trockenverträglichkeit gepflanzt und trotzdem gibt es Stellen, die überarbeitungswürdig sind. Zur Zeit sind es 3 Baustellen, die ihrer Fertigstellung entgegen harren. Aber erst einmal Kamera zücken und Blümchen fotografieren. Dann geht es weiter.....
















Anschließend die Schere gezückt und zack, einen Oktoberstrauß kreiert.  
Jetzt wieder ran an Spaten, Harke und co. 

Sonntag, 30. September 2018

9/12

9. Monat, letzter Tag.  
Jetzt ist es schon wieder einige Tage her, daß es regnete und dies reichlich. Anschließend konnte man dabei zusehen, wie die Grashalme wieder grün wurden. Hach, schön.... 
und trotzdem finde ich, dass in diesem Jahr die Brauntöne überwiegen. 

Mittwoch, 5. September 2018

Kindheitserinnerungen

Manchmal werde ich von Gartenbesuchern gefragt, ob ich als Kind schon gerne im Garten gearbeitet hätte.
Nein, mit Sicherheit nicht. Damit wäre nur ein schöner Ferientag ruiniert gewesen. Wenn ich konnte, machte ich um jede Gartenarbeit einen ganz großen Bogen.
Es gab nur 2 Ausnahmen, denen ich mich freiwillig stellte. Die eine war Sauerkirschsagopudding und die andere Graue Mäuse...
Bei ersterem wurden die Steine, der zuvor entsteinten Sauerkirschen, mit dem Saft, der sich zwischen den Steinen sammelte, ausgekocht, abgeseiht und mit Sago zu Pudding verkocht. Lecker. Dieser Kirschpudding motivierte mich als Kind eimerweise Sauerkirschen zu entsteinen. Dazu muss man sagen, dass wir nicht etwa die großen Schattenmorellen hatten, die man plopp, plopp, plopp, durch die Maschine jagen konnte. Nein, unsere Sauerkirschen waren genau so klein, dass der Stempel der Maschine zuverlässig statt dem Stein das Fruchtfleisch daneben ausstanzte. Was für eine Verschwendung. Also wurde jede Kirsche einzeln mit der Öse einer Rouladennadel von Hand entsteint. Eimerweise! Aber es gab ja dann auch eimerweise Kirschsagopudding und die Welt war in Ordnung.

Das 2. was mich motivierte, waren besagte graue Mäuse. So werden hier in der Gegend kleine unscheinbare Pfirsiche genannt. Sie wachsen überall. Man braucht den Kern nur irgendwo hinspucken und kann sich sicher sein, dass nach einigen Jahren genau an dem Irgendwo ein Pfirsichbaum steht. So unscheinbar wie die Früchte aussehen, so lecker sind sie.Supersüss und gleichzeitig ein wenig bitter. Da kommt kein Dosenpfirsich mit.
Als Kind liebte ich die graue Mäuse im Kompott zum Dessert.

Nur die Verarbeitung ist aufwendig. Die Pfirsiche müssen gepflückt, ein paar Tage gelagert, dann gebrüht, die Haut abgezogen, eingeweckt oder eingefrostet werden.

Die letzten Jahre war die Ernte nicht so üppig. Meist reichte es für den direkten Weg in den Mund und ich hatte auch nicht soo die Lust auf diese Arbeit.

Aber dieses Jahr hingen die Bäume übervoll. Sie bogen sich regelrecht. Keine Ahnung, ob es an diesem verrückt kalten Frühjahr lag oder ob die Solitärbienen aus dem Insektenhotel gleich nebenan für die maximale Bestäubung sorgten. Die einschlägigen Gartenkataloganbieter hätten ihre Freude an Bildern von den vollhängenden Zweigen gehabt. Wie mir hinterher einfiel. Nachdem ich die Pfirsiche vom Baum hatte.

Jedenfalls besann ich mich auf "meine" Kinderarbeit, fragte Muttern, schlug bei Dr. Oe nach und machte mich an die Arbeit.
Das ist nicht etwa die ganze Ausbeute,nein, es ist nur eine fingermatschfreie Momentaufnahme

Jetzt reicht es für jeden Sonntag zum Dessert;)

Freitag, 31. August 2018

8/12

Jetzt ist der Sommer zumindestens meteorologisch erledigt. Ab morgen ist Herbst. Jawohl! Und ab dann wünsche ich mir Regen, einen schönen, langsamen, lang andauernden, alles einweichenden Nieselpiesellandregen.

Der Sommer war definitiv nichts für Anfänger.Selbst am frühen Morgen lassen viele Stauden die Blätter hängen.
Da muss ich wohl noch mal über eine artgerechtere Haltung, nein, Standortwahl nachdenken.

Samstag, 18. August 2018

Himalaya-Garten

Dieses Jahr führte mich meine persönliche Blümchenreise unter anderem in den Himalaya-Garten in Wiesent bei Regensburg. Ich hatte ihn schon voriges Jahr auf dem Plan, nur passten da die Öffnungszeiten nicht mit meiner Terminplanung und "so kurz um die Ecke für mal eben zwischen durch" liegt er ja auch nicht von uns. Also Schwung geholt und dieses Jahr auf ein Neues den Besuch geplant.

Und was soll ich sagen, es ist wirklich ein Jammer, dass er nicht bei uns um die Ecke ist. Wäre er dies, wäre ich sicher öfter da.
Mit einem Besuch lässt sich der Garten nicht erfassen. Die Bepflanzung ist genial. Eine wunderbare Mischung aus einheimischen und exotischen Pflanzen und so gekonnt gestaltet, dass es nach fast keiner Arbeit aussieht.
Die diesjährige Trockenheit hat dem Garten auch zugesetzt und trotzdem ist er großartig.










Die Hitze war vergessen und ich lief mit großen Augen staunend durch die Anlage. Ich kann gar nicht sagen, was mir am besten gefallen hat. Am Eindrucksvollsten für mich war mit Sicherheit der Südhang unter dem Thema "Brücken verbinden".  Hier staute sich die Hitze regelrecht, die Sonne flirrte und trotzdem oder gerade deshalb sah der Teil des Garten besonders gut aus.

















Ein Ort der Inspiration und Glückseligkeit für mich, danke:)

Montag, 30. Juli 2018

7/12

7. Monat, vorletzter Tag. 
Ein Blick in den noch relativ kühlen Morgen. Die Hitze der letzten Tage hat ihre Spuren hinterlassen. Der Sommer ist in diesem Jahr mit dem Bräunen der Pflanzen, man könnte auch Vertrocknen sagen, schneller. Die Wiese hinter dem Querbeet ist komplett braun. Wenn ich nicht wüßte, dass sie sich wieder erholt, würde ich Panik schieben. Aber so bleibe ich relativ entspannt.
Die Pflanzen in den Beeten dagegen halten sich gut und trotzdem werde ich in nächster Zeit einiges anders gestalten. Die Schatten der Bäume und Sträucher verändern über die Jahre die Gartenbereiche. Was vor einiger Zeit noch komplett sonnig war, wird jetzt überschattet. 


Damit ist Pflanzenroulette angesagt, jetzt nur noch die Hitze am Strand aussitzen und dann geht's los, sofort;) 


Sonntag, 1. Juli 2018

Rückblick Juni

Als ich gestern das Foto für den 12tel Blick einstellte, fiel mir auf, dass es der einzigste Post im ganzen Monat war. Dabei ist gerade im Juni soviel los.
Die erste Woche hockte ich in Vorbereitung auf den offenen Garten die meiste Zeit auf den Pflasterfugen und zog Unkraut aus selbigem. Meine Philosophie von Ying und Yang. Sind die Wege sauber, können die Beete ruhig ein bißchen wilder sein.
Dann war er auch schon da, der Tag der offenen Gartentür. Mittlerweile bin ich an diesem Tag tiefenentspannt. Es macht Spaß den Garten zu zeigen, garteninteressierte Besucher kennen zu lernen, zu fachsimpeln und natürlich jede Menge Lob zu kassieren;).

Anbei ein paar Impressionen durch den ganzen Monat. 
Es herrschte reichlich Flugbetrieb.





 Mein hochgewachsener roter Perückenstrauch litt an der Verticillium-Welke. Ich verabschiedete mich schon innerlich von ihm, schnitt ihn massiv runter und siehe da, er trieb aus wie verrückt.
Ein Beweis für den Gärtner-Spruch."Hartes Herz und scharfe Schere" 
 Melica ciliata, sonst ein übler Versamer, aber in unserer Trockenwüste relativ zahm
 Der Südweg. Er wird durch die größer werdenden Eiben immer schattiger. 
 Einer der vielen Phloxsämlinge
 Meine "via regia"
 Der Schwimmteich

 Das Dreiecksbeet von hinten
und die Taglilien legen los.
Arbeit gibt es immer wieder

 Zum Schluß ein Blick über den Gartenzaun. 
Stipa gigantea trotzte den Minusgraden im März