Samstag, 30. September 2017

9/12

Der Monat gibt am letzten Tag noch mal alles. Der Himmel blau, der Boden warm, die Sonne lacht, das Licht ganz sanft. Hier beginnt die Laubfärbung erst langsam.


Wesentlich mehr Farbe bietet der Strauß 

Sonntag, 3. September 2017

September

ist's... und pünktlich war der erste Morgennebel da.




Zeit der Spinnweben, der sanften Farben

und der Herbstalpenveilchen



Dienstag, 29. August 2017

Agapanthus

Die Saison ist fast durch. Die ersten sind verblüht, die letzten blühen gerade noch. Und sie haben definitiv Suchtpotential. Ich komme an keinem Agapanthus mehr vorbei, ohne genauer hinzusehen, ob ich ihn nicht doch noch unbedingt brauche.

Agapanthus im Gegenlicht, die weißen sind 'White Ice' und Glacier stream',
wobei 'Glacier stream' die dünneren Stängel hat

Als letztes rettete ich 'Charlotte' aus dem Resteregal im Baumarkt.  Ein kleines Dingelchen mit reichlich abgeblühten Blütenständen und schöner Blüte. Zuhause gönnte ich ihr einen neuen größeren Topf mit besserer Erde.
Agapanthus africanus 'Charlotte'

Voriges Jahr brachte ich mir 'Dr. Brouwer' mit. Er hat sehr dunkle Blüten, aber auch sehr lange Blütenstängel. Eigentlich ein Ausschlusskriterium, weil die Blüten im Regen immer abknicken. Einfach hatte er es dieses Jahr nicht, stand er doch genau in der Einflugschneise der Katze und lag des öfteren rum, so dass sich seine Blütenstängel regelrecht um die Pflanze wanden.
Ein Jahr gebe ich ihm noch, wenn er sich dann nicht aufrafft und die Blüten straff nach oben richtet, muss er Platz für andere machen. Hier werden schließlich Prioritäten gesetzt und nicht einfach so drumrum gewunden.

Besonders spannend machte es dieses Jahr 'Midnight cascade'. Im Frühjahr, als ich sie aus dem Winterquartier holte, dachte ich schon, sie hätte es erlebt. Viel Leben war da nicht mehr im Topf. Aber so ein bisschen gutes Zureden hilft immer . Erst ein Blättchen, dann ein Fächer, dann eine vielversprechende Knospe, und ein Blütchen und noch ein Blütchen, ganz kaskadenmäßig langsam ausgepackt und dann doch die ganze Blütendolde.Ist schon spannend. Vielleicht schaffen wir zusammen in den nächsten Jahren auch noch mehr Dolden.
Agapanthus 'midnight cascade'
Gleich daneben steht 'Purple delight'. Sie sprang mir vorigen Herbst in England in den Einkaufskorb. Ich war gespannt auf die Blütenfarbe. Ein wirklich schönes Zwielicht auf dickem Stängel.Genial.
Agapanthus 'purple delight'

Eine schöne Farbe bietet in meinen Augen auch 'Liams lilac', einer meiner Favoriten, 
Agapanthus 'Liams lilac'
ansonsten wäre als Himmelsstürmer noch 'Purple cloud' zu nennen. Groß und dunkel.
Agapanthus 'purple cloud'
Einen auf ganz große Blüte und zweifarbig macht 'Queen mum'. Sie ist noch größer als 'Enigma', die dieses Jahr nicht geblüht hat. Wahrscheinlich hatte ich voriges Jahr nicht ausreichend gedüngt.

Hier die ganze Parade noch einmal 3 Wochen später, im Vordergrund 'Queen mum', daneben der sich windende 'Dr. Brouwer'.
Agapanthen sind schon toll:)

Sonntag, 27. August 2017

8/12

Der Monat ist so gut wie vorbei und es herbstelt eindeutig. Viel Sommer wird wohl nicht mehr kommen.

Samstag, 29. Juli 2017

7/12

Der Juli liegt in den letzten Tagen, Zeit für den 12tel Blick. 
grün, so weit das Auge reicht

Donnerstag, 27. Juli 2017

Hoch hinaus

Auf meiner Liste, der noch anzusehenden Gärten, steht er schon seit einer ganzen Weile. Bisschen weit weg von uns und auch nicht immer offen. Also fast wieder vergessen.
Dann war ich virtuell auf der Seite des botanischen Gartens in München unterwegs und da fiel er mir wieder in die Augen. Der Alpengarten auf dem Schachen, dieses Jahr vom 14.06-06.09.2017 offen. Da war doch noch was.
Also kurzentschlossen meine freien Arbeitstage gecheckt, Plan gemacht, Wanderkarte bestellt.
Ups, es geht ja nur zu Fuss hoch. Nix bequem mit Bahn wie auf dem Brocken. Dafür eine Strecke mit 800 Höhenmeter und Minimum 9 km lang und ich muss da auch wieder runter. Hmm, als Flachlandbewohner flößte mir dies schon Respekt ein.
Also noch mal ganz schwer nachgedacht. Nein, ich will da immer noch hin.
Um ein Gefühl für die Länge der Strecke zu bekommen, versuchte ich mich hier an einer Probewanderung von 22 km, die Höhenmeter mussten ja irgendwie ausgeglichen werden und es ging. Der Muskelkater hielt sich in Grenzen. Bayernland, ich komme.
Vorsichtshalber suchte ich mir trotzdem die bequemste Aufstiegsvariante von Elmau aus und nahm meine Walkingstöcke mit. Sicher ist sicher.
Und was soll ich sagen, es war soooo schön. Der geschotterte Weg lief sich einfacher als unsere asphaltierten Wege und schon auf dem Weg zum Schachen begleiteten mich Orchideen, Glockenblumen, Enzian und Alpenrosen. Dazu das Glockengeläut der weidenden Kühe. Herrlich. Die kurzen Regenschauer zwischendurch taten diesem Eindruck keinen Abbruch. Der Weg lag ruckzuck hinter mir und




 der Eingang des botanischen Gartens vor mir.


Es erwartete mich eine Blütenpracht, die ich mir so nicht vorgestellt hatte.













Ich war nur am Staunen. So üppig, so viel, so schöööön.
Zum Schluß gab es noch eine Übersichtskarte mit anderen alpinen Gärten in Europa.

Die nächsten Urlaube sind dann mal fix;)

Samstag, 8. Juli 2017

Oma-Pflanzen

... sind angeblich Zimmerblumen mit leicht angestaubten Image, weil sie gerade nicht so angesagt sind.
Gibt man den Begriff bei google ein, werden  als ähnliche Suchanfragen Schusterpalme, Bogenhanf, Buntnessel und Monstera vorgeschlagen. Na Klasse, ich bin keine Oma, aber ich habe sie alle, mag sie und verteidige sie notfalls auch mit der Gießkanne.
So wohnt bei uns seit Jahrzehnten eine Monstera hinter dem Fernseher.  Am Wohnzimmerfenster hält sich eine Sanseverie straff aufrecht, während sich daneben die Porzellanblume in Kreise legt, unterstützt von einer Grünlilie, die tapfer ein Kindel nach dem anderen produziert.
Am Badfenster verhindert die Schusterpalme ungewollte Einblicke und die Buntnessel wartet meist als kurzgeschnittener Wassersteckling auf ihre weitere Verwendung.
Auf den anderen Fensterbrettern reihen sich noch Begonien, Clivie, Christusdorn, Elefantenohr und Usambaraveilchen und etliche andere ein.

Womit wir bei den Usambaraveilchen, den Saintpaulia wären. Sie  kommen und gehen bei mir.
Manchmal halten sie sehr lange aus, manchmal nicht. Manchmal springen sie mir in den Einkaufskorb. Manchmal kommt nur ein Blatt mit. Ich mag ihre Unkompliziertheit und es ist immer wieder spannend, welche Blütenfarbe sie haben.

Durch Zufall bin ich dann über einen Bericht gestolpert, in dem es um Usambaraveilchen mit panaschierten Blättern ging.
Ha, es gibt panaschierte Usambaraveilchen?! *Augen auf, ganz weit auf* Das gibt's doch nicht. Warum hat mir das noch keiner gesagt?!  Die Schnappatmung setze ein und ich fiel sofort in den Habenmuss-Modus. Panaschierte Saintpaulias, nicht mehr ohne mich und meine Fensterbretter, geht ja gar nicht...

Dank Internet findet sich vieles und ich fand eine Sammlerin, die über ebay Blätter ihrer Usambaraveilchensammlung abgab. Unter anderen auch panaschierte. Sie bot sie aber nur in Kollektion an. Ich hatte keine Ahnung, dass sie auch in Größe und Blattform varieren. Was soll's, nehmen wir also noch paar andere dazu. Es ist eh Weihnachten.

Zwischen den Jahren, es war gerade kein Frost und ich drängelte schon ein klitzekleines bisschen, kam ein Päckchen mit insgesamt 30 Blättern in 17 Sorten. Gut verpackt, perfekt beschriftet und ich überlegte, wie ich sie platzsparend bewurzeln lasse, ohne sie durcheinander zubringen.
Die Lösung war ein Edding und eine Anzuchtplatte , der ich eine Haube überstülpte. Lange tat sich nichts. Aber dann.....


1,5 Monate später die ersten Blättchen. 

Heute habe ich sie auseinander genommen, wobei die konische Form der Töpfchen sehr hilfreich war. Die Wurzelballen rutschten problemlos aus der Platte.

Und jetzt habe ich meine eigene Kollektion, passend für ein ganzes Fensterbrett:)

Ich nehme an, dass sich die Blattfarben noch etwas ändern. Sie haben die letzte Zeit in der Anzuchterde bestimmt gehungert. Dafür waren die Wurzelballen schön kompakt.

Donnerstag, 29. Juni 2017

6/12

Nachdem es gefühlt woooochenlang nicht geregnet hat und die Erde sowas von knastertrocken war, ging hier gestern abend kurz die Welt unter und innerhalb einer halben Stunde fielen 24 l/m² Regen vom Himmel.
Die gleiche Menge kam wahrscheinlich noch aus den Nachbargärten in unsere Senklage gelaufen. In kurzer Zeit stand die Wiese unter dem Walnussbaum komplett unter Wasser und ich sah zum ersten Mal Luftblasen aus der Erde aufsteigen. Genauso schnell wie das Wasser kam, war es auch wieder verschwunden.

Aber es tat so gut und deshalb diesmal ein noch sehr feuchter und dunkler 12telBlick.

Im Vergleich zum vorigen Jahr täuscht mich mein Eindruck nicht. Abgesehen von dem umgepflanzen Aconogonon speciosum 'Johanniswolke'. (Ich finde, er riecht nicht, sondern stinkt(!), kann er jetzt hinten am Teich die Bienen beglücken)  sind die Stauden dieses Jahr alle ein Stück kleiner.  Lag es an dem komisch kalten Frühjahr? Keine Ahnung.

Bei soviel grün kann ich auch noch bisschen krawallfarbend vor dem Haus bieten. Ich mag meine "Stinos". Es sind stinknormalen Hermerocallis fulvas. Sie sind noch von unseren Vorgängern und  die perfekte, unkomplizierte Bepflanzung für einen sehr trockenen, schmalen Stützstreifen am Zaun einlang.
Sie nehmen nichts übel, kommen unverzagt immer wieder, halten sich meist an die Begrenzung und machen mir gute Laune ;). 

Freitag, 16. Juni 2017

Tonne voll

Es klappt doch immer wieder, frau lässt die Regentonnen mit Brunnenwasser füllen und keine 48h später regnet es. Ausdauernd. Ein schönes Wetter oder um es mit den Worten meines Vaters zu sagen: "Ein Segen für die Landwirtschaft"

Mittwoch, 14. Juni 2017

Der Tag der offenen Gartentür

ist nun auch schon wieder Geschichte.
Ca. 70 Besucher wollten den Garten am Samstag sehen. Etwas mehr als im vorigen Jahr. So langsam spricht es sich rum und auch aus dem weiteren Umfeld waren Besucher da. Manche sind zu einer regelrechten Rundreise durch die Lausitz gestartet und hatten sich bis zu 8 Gärten angesehen.
Die Besuchermenge ist in meinem Garten genau richtig. Es ist überschaubar und man kommt mit fast allen ins Gespräch und es sind schöne Gespräche. Neben Fragen werden gleich auch noch Tipps gegeben. Von beiden Seiten.

Wie bestellt, regnete es in der Nacht zum Sonnabend auch noch mal ordentlich. In meinem pflegeleichten Garten, was für mich nicht gießen bedeutet, haben es die Stauden gelernt sich zu kümmern, aber das Kümmern sieht dann auch so aus, dass sie bei längerer Hitzewelle die Köpfe und Blätter hängen lassen, um Wasser zu sparen. Ein Anblick, der für mich nicht leicht anzuschauen ist und erst recht nicht für Besucher.
Am nächsten Morgen stehen die Pflanzen  wieder straff aufrecht da, als wäre nichts gewesen. (Memo an mich:Vielleicht sollte ich es dokumentieren. Die nächste Trockenperiode steht eh bevor.)
Trotzdem war ich erleichtert, dass es geregnet hatte. Ganz so schlapp, wollten der Garten und ich mich nun doch nicht präsentieren.


Und natürlich bin ich vorher durch meinen pflegeleichten Garten gerobbt, um ihn etwas herzurichten.  Den Rasen mähen, die Kanten schneiden und die Wege vom Unkraut befreien. Wenn dies gemacht ist, fällt das Unkraut in den Beeten gar nicht so sehr auf bzw. sieht so aus, als gehöre es da hinein. Yin yang sozusagen, Ordnung neben Chaos.
Durch das Mulchen mit dem Rasenschnitt schaffen es ein paar Grashalme im Staudenbeet doch immer wieder. Aber, das Mulchen hält das Bodenlebewesen aktiv und damit die Feuchtigkeit im Boden.

Alles in allem war es ein schöner Tag. Ich kann nur jedem empfehlen, so etwas mitzumachen. Es ist für Gartenbesitzer und Besucher eine Bereicherung.

Und wenn ich schon mal so aufgeräumt hatte, hier noch ein paar Eindrücke, bevor es losging.
Die Staffelei stand dann vor dem Tor

Der Blick Richtung Gemüsegarten.
 Gemüse ist leider nicht pflegeleicht, deshalb auch nur ein Blick von weitem;)

Der Innenhof

Der Weg zum Gartenende...

... mit dem Blick auf's "Meer"

Marlene lässt ihre letzten Blüten erblühen

So sieht ein pflegeleichtes Staudenbeet aus

das Insektenhotel

Die pflegeleichten Zinkwannen mit den Hostas

eine Noname -Paeonie mit Stachys macrantha ( sehr pflegeleicht)


der Südweg ums Haus